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Masterplan für die Ruhrstadt

Flughäfen Düsseldorf und Dortmund sollen umbenannt werden: Ruhrstadt Ost und West

Mit spektakulären Forderungen macht heute der Verein "Pro Ruhrgebiet" von sich reden. Sein Ziel: Die Schaffung einer einheitlichen Ruhrstadt als europäische Metropole, die in einem Atemzug mit London, Paris oder Moskau genannt wird.

In der Kürze liegt die Würze: Die Bild-Zeitung veröffentlicht heute den "Masterplan" des Vereins "Pro Ruhrgebiet" zur Schaffung einer eigenen Ruhrstadt. Er enthält folgende Punkte:

• Eine eigene Telefon-Vorwahl, z.B. „020“ (Berlin hat „030“).

• Neue gelbe Ortsschilder (z.B. Ruhrstadt-Herne).

• Nahverkehr umstellen auf das Berliner Model „10-10-60“ (10 Minuten zur Haltestelle, 10 Minuten warten, 60 Minuten zu jedem Fahrziel).

• Eigenes Autokennzeichen (z.B. RU-HR 2009).

• Einen eigenen Ruhrstadt-Fernsehsender.

• Ruhrstadt wird per Gesetz in den kommunalen Finanzausgleich aufgenommen. Heißt: Sie bekommt Geld vom Land NRW.

• Gründung eines Stadtparlaments Ruhrstadt und Wahl eines Ersten Bürgermeisters.

• Ruhrstadt wird auf Autobahnschildern genannt, auf Straßen- und Wetterkarten, in Navigationsgeräten.

• Flughafen Düsseldorf wird umbenannt in Flughafen Ruhrstadt-West, der Flughafen Dortmund in Ruhrstadt-Ost.

• Die Ruhrstadt richtet die Olympischen Spiele 2024 aus

Die in dem Masterplan geforderten Änderungen könnten laut Vereinssprecher Uwe Knüpfer "frühestens ab 2014 Stück für Stück umgesetzt werden". Unternehmen mit eigener Website bilden den Kern der privatwirtschaftlichen Initiative. Sie können sich das Ruhrstadt-Logo auf die Kontaktseite ihres Webauftritts setzen und es mit der Seite der Ruhrstadt-Initiative verlinken.

Unsere Meinung:

Der Masterplan enthält viele interessante Ideen und der Gedanke, auf dieser Basis nun endlich die größte Stadt Deutschlands zu schaffen, hat etwas. Aber nicht nur der Vorschlag, die Flughäfen in Düsseldorf und Dortmund umzubenennen, wird zu einem Proteststurm führen. Und bis die kühne Idee Realität wird, ist noch viel Zersplitterung, Kirchturmdenken, kommunale Eigenbrötelei und Eifersucht zu überwinden. Aber vielleicht ist der Masterplan ein Anfang, der mit dem Schwung der Kulturhauptstadt 2010 die politischen Entscheider endlich zum Handeln bewegt.

(Redaktion)


 

 

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1 Kommentar

von Nobby
14.10.09 14:17 Uhr

Ruhrstadt?

Mittlerweile wächst der Widerstand gegen eine separate zentrale Einheitsgemeinde Ruhrstadt.
Am Niederrhein, aber auch so einigen Westfalischen Gemeinden ist der einhellige Meinung, eine Einheitsgemeinde Ruhrstadt bring dem Ruhrgebiet nicht voran.

 

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