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Gesetzliche Krankenversicherung

Was sich 2011 ändert!

Auch in 2011 müssen sich die Verbraucher wieder auf einige Änderungen einstellen. Die Verbraucherzentrale NRW hat die wesentlichen Änderungen für 2011 im Bereich Gesundheit zusammengetragen.

Beitragssatz

Der Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung erhöht sich ab 2011 von 14,9 Prozent auf 15,5 Prozent. Damit steigt der Arbeitnehmeranteil von 7,9 auf 8,2 Prozent. Arbeitgeber zahlen 7,3 statt 7,0 Prozent in den Gesundheitsfonds ein. Sofern eine gesetzliche Krankenkasse mit ihren finanziellen Mitteln nicht auskommt, kann sie ab 2011 einen Zusatzbeitrag in beliebiger Höhe erheben. Den festen Betrag in Euro und Cent müssen alle Versicherten der jeweiligen Kasse unabhängig von ihrem Einkommen entrichten.

Rabattverträge bei Arzneimitteln

Jede Krankenkasse kann mit Pharmaunternehmen Preisnachlässe auf Arzneimittel (Rabattverträge) vereinbaren. Apotheker sind verpflichtet, den jeweiligen Kassenpatienten die Arzneimittel der Vertragsfirmen zu geben. Ab 2011 können sich die Patienten auch für ein teureres Präparat entscheiden, sofern sie die höheren Kosten selbst tragen. Dabei zahlt der Versicherte zunächst den vollen Betrag und bekommt von der Kasse später einen Teil der Kosten erstattet. Unabhängig von dieser neuen Regelung können Versicherte auch 2011 weiterhin andere Arzneimittel erhalten – wenn das medizinisch erforderlich ist und der Arzt dies bestätigt. Dann trägt die Kasse die vollen Kosten.

Kostenerstattung statt Sachleistung

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Üblicherweise rechnen Ärzte mittels der Chipkarte direkt mit den Kassen ab (das so genannte Sachleistungsprinzip); alternativ können Versicherte sich eine Rechnung ausstellen lassen und die bei ihrer Kasse einreichen (Kostenerstattung). Bislang war die Entscheidung für die Kostenerstattung gleich für ein Jahr lang bindend; ab 2011 ist sie auf ein Vierteljahr begrenzt. Wer die Erstattung wählt, hat einen höheren Aufwand und bleibt eventuell auf Kosten sitzen. Deshalb kann die Regelung keinem Versicherten empfohlen werden.

Wahltarife

Bisher galt die Entscheidung für die drei Wahltarife "Kostenerstattung" sowie "Beitragsrückerstattung/Prämienzahlung" und "Arzneimittel der besonderen Therapierichtung" für mindestens drei Jahre. Ab 2011 bindet man sich nur noch für ein Jahr. Für die Wahltarife "Selbstbehalt" und "Krankengeld" gilt auch 2011 die dreijährige Bindung. Auch wer sich für einen Wahltarif entschieden hat, kommt ab 2011 per Sonderkündigungsrecht aus dem Vertrag heraus, wenn die Krankenkasse erstmals einen Zusatzbeitrag erhebt oder den Obolus erhöht. Nur beim Wahltarif "Krankengeld" bleibt es bei der dreijährigen Bindung ohne Sonderkündigungsrecht. Trotz der Verbesserungen ist es nach wie vor ratsam, sich die Wahl derartiger Tarife sehr gut zu überlegen.

Wechsel in die private Krankenversicherung

Künftig ist es einfacher, in die private Krankenversicherung zu wechseln. Bislang mussten Angestellte dazu drei Jahre lang hintereinander ein Bruttogehalt über der so genannten Versicherungspflichtgrenze bezogen haben. Ab 2011 reicht ein Jahr. Zudem sinkt der Grenzbetrag zur Versicherungspflicht von 49.950 Euro auf 49.500 Euro.

(Redaktion)


 


 

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