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Golfsport

Golf ist doch kein Sport, oder?

Golf bringt immer mehr Menschen in Schwung und dient ihnen als wertvoller Ausgleich zum hektischen Alltag. Kardiologen, Sportmediziner und Physiotherapeuten zum Thema "Golf und Gesundheit". Das Resultat: Golf hält Körper und Seele fit!

Eine andere Art des Spaziergangs

Obwohl der Golfsport immer beliebter wird, hält sich dennoch das Vorurteil hartnäckig, Golf sei kein Sport, sondern kaum mehr als ein unterbrochener Spaziergang.

Keine Frage, wer selbst aktiver Golfer ist, weiß es besser. Und auch Mediziner strafen die Lästerzungen Lügen. „Golfen ist durchaus eine Alternative zu Sportarten wie Nordic Walking, Wandern oder Schwimmen“, sagt der Kardiologe und Sportmediziner Prof. Dr. Herbert Löllgen. Kein Wunder, schließlich dauert eine 18 Löcher-Runde in der Regel vier bis fünf Stunden. In dieser Zeit werden zwischen 100 und 200 Schwünge absolviert und bis zu zehn Kilometer zurücklegt. „Durch die lange Dauer einer Runde ist es ein gutes und moderates Herz-Kreislauftraining für Menschen jeden Alters“, erklärt Golf-Physiotherapeutin Anja Rietmann.

“Golf ist ein Sport für jedes Alter, dies zeigt die Struktur unserer rund 21.000 Mitglieder“, bestätigt auch Marco Paeke, Geschäftsführer der VcG. Er weiß: „Golfen ist ein idealer Sport als Ausgleich zum Arbeitsalltag. In der Natur lässt sich wunderbar abschalten. Die Ruhe auf dem Golfplatz entspannt erstklassig. Das unterscheidet das Golfen beispielsweise vom Trainieren in einem lauten und überfüllten Fitnessstudio. Golf ist ein vollwertiger Sport, doch ist er nicht so Kräfte zehrend, wie beispielsweise ein Kampfsport oder Geräte-Training.“

Golf kann Herz-Kreislauferkrankungen vorbeugen

Auch der Fitnessfaktor ist beim Golfen nicht zu unterschätzen: "Bei einer Runde über 18 Löcher legt man rund 8,5 Kilometer zügigen Schrittes zurück. Dabei werden stattliche 1.200 Kalorien verbrannt", weiß PGA-Master-Professional Peter Koenig. "Bemerkenswert ist eine große Studie aus Schweden*, wonach regelmäßige Golfspieler eine längere Lebenserwartung haben als Nicht-Sportler", so Löllgen. Golf fördert die Gesundheit - und kann dabei sogar körperlichen Beschwerden vorbeugen: "Golf spielen ist durchaus eine Sportart mit präventivem Charakter, einige Kardiologen setzen Golfen auch in der Rehabilitation ein." Es gilt allerdings wie bei jedem Sport: Erst die Regelmäßigkeit bringt die positiven Effekte zutage. Drei Mal in der Woche sollte man sich schon Zeit nehmen.

Auf dem Grün kommt auch das Training der Muskeln sowie der Beweglichkeit nicht zu kurz. Und so ist auch aus allgemeinärztlicher und orthopädischer Sicht ein gesundheitlicher Effekt durch regelmäßiges Golf spielen zu verzeichnen. "Der Sport bietet eine moderate Beanspruchung verschiedener Bereiche", sagt Dr. Holger Herwegen, Facharzt für Chirurgie und Sportwissenschaftler. "Neben Kreislauf und Atmung wird insbesondere die Rumpfmuskulatur und somit die Haltung trainiert. Auch die Kognition - also die Funktionen des Gehirns - wird geschult. Somit vermag der Golfsport, auch das Nervenkostüm zu stärken." Durch die Bewegung an der frischen Luft wird nicht nur Stress abgebaut. Jede Aktion auf dem Grün trainiert auch die geistige Leistungsfähigkeit und die mentale Stärke.


 


 

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