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Ruhrgebiets-Symbol

Grubenmann jetzt auch für Kinder

Seit knapp zwei Jahren freuen sich die beiden Grubenmann-Schöpfer aus Bochum darüber wie sehr ihr Grubenmann bei den Menschen ankommt. Ab sofort sind auch Kindershirts für Mädchen und Jungen sowie eine Alu-Trinkflasche für Schule oder Fahrrad erhältlich.

 „Speziell die Mütter traten immer wieder an uns heran und fragten, wann denn die ersten Kinderprodukte der Ruhrgebiets-Figur entworfen werden“, so Roland Ebbing. Die Zeiten von Kohle und Stahl sind nahezu vorbei. Das Ruhrgebiet rüstet zur Innovationsmetropole auf. Dort, wo einst die Kumpel ihr (Unter-)Tagewerk verrichteten, schreibt man heute Eventkultur und Hightech ganz groß. Das Revier wird an allen Orten auf Hochglanz getrimmt, um in nationalen und internationalen Märkten eine große Rolle zu spielen.

Doch allem Hochglanz zum Trotz: Der viel beschworene Menschenschlag des Ruhrgebietes, der direkt und ohne große Schnörkel, hart aber herzlich diesen Landstrich bis heute prägt, hat seine Wurzeln nun einmal in ehrlicher und oft schweißtreibender Arbeit. Auch wenn hier und da versucht wird, den Klischees des Potts zu entrinnen. Was wäre die Nationalmannschaft ohne das Wunder von Bern, Berlin ohne die Rosinenbomber, München ohne König Ludwig? Was wäre das Ruhrgebiet ohne seine Männer unter Tage ?

Pünktlich zur „Kulturhauptstadt 2010 erlebt der Kumpel eine Renaissance. Was wäre das Ruhrgebiet ohne das schwarze Gold und die Männer, die es zu Tage förderten? Kaum etwas hat das Revier so geprägt und wirkt noch nach - bis heute. So war es wohl auch nur eine Frage der Zeit, bis der Kumpel-„Typ“, der Mann unter Tage, der auch heute noch mit Attributen wie Bodenständigkeit, Solidarität und Mut umschrieben wird, zu einer Art Kunstfigur wurde.

„Grubenmann“ heißt die Figur: Ein skizziertes Männchen im Profil, mit einer erhobenen Grubenlampe in der Hand. „Wir hängen mit Herz und Seele am Ruhrgebiet“, bekunden die beiden Grubenmann-Schöpfer Roland Ebbing und Knut Schneider. Und so, dachten sich die beiden, musste etwas her, das auf Geschichte beruht, Sympathieträger für das gesamte Revier werden kann und vor allem einen Wiedererkennungswert besitzt. Denn das fehlt, meint Roland Ebbing: „ Das Ruhrgebiet brauchte dringend einen Sympathieträger- der im Gegensatz zum Bauwerk- eben nicht nur einen bestimmten Standort im Blick hatte.“ Und dabei wurde, wie so manch andere Idee, auch diese in einer Kneipe geboren.

Roland Ebbing und Knut Schneider saßen beim Bier in Berlin-Mitte. Die Tür zur Kneipe öffnete sich und herein kam eine Gruppe japanischer Touristen; allesamt mit einem T-Shirt, das das Berliner Wahrzeichen zeigte, den Berliner Bären. „Eine starke Figur für eine starke Stadt“, dachte sich Knut Schneider. Und so sinnierten beide, welche Figur zur Kulturhauptstadt 2010 das Revier charakterisieren und zum Souvenir der anderen Art werden könnte. „Die Herausforderung war, eine Figur zu entwickeln, die stylisch und traditionell zugleich ist“, so Roland Ebbing. Und so nahm der „Grubenmann“ nach und nach Gestalt an. Eine Figur, die für das Ruhrgebiet steht- zu finden auf T-Shirts, Schlüsselbändern und Tassen.

Ebbing und Schneider konnten Ihr Ruhrgebietsmarkenzeichen ganz ohne öffentliche Mittel und Düsseldorfer Agenturen flächendeckend etablieren. „Das kann im Ruhrgebiet nicht jeder behaupten“, sagt Roland Ebbing mit einem vielsagenden Lächeln auf den Lippen.

Und wer weiß, vielleicht begleitet der „Grubenmann“ die Menschen im Revier bald auf Schritt und Tritt. Denn, so Roland Ebbing: „Wir träumen schon heute von der ersten Ampelanlage, die der Grubenmann schmückt.“

(Redaktion)


 


 

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