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Gründerreport Ruhr 2012

Ruhrgebiet gehen viele Existenzgründer verloren

NRW verliert Existenzgründer. Immerhin: Entgegen dem allgemeinen Trend hat im mittleren Ruhrgebiet die Zahl der Neugründungen mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung in 2012 zugenommen – um 15,6 Prozent gegenüber 2011. Ein Ergebnis des Gründerreports 2012 der Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet.

23.960 Existenzgrün- dungen im Ruhrgebiet weist der Gründerre- port für das Jahr 2012 aus – 11,5 Prozent weniger als 2011. In Nordrhein-Westfalen beträgt der Rückgang 12,9 Prozent, im Bundesgebiet 13,7 Prozent. Das mittlere Ruhrgebiet verzeichnet ein Minus von „nur“ 9,8 Prozent. Am deutlichsten sank im Kammerbezirk die Zahl der Existenzgründungen in Hattingen (um mehr als ein Viertel) und Witten (um etwa ein Fünftel), in Herne dagegen lediglich um 1,3 Prozent.

Besondere Hoffnungsträger

Wer mangels anderer Erwerbschancen den Schritt in die Selbstständigkeit wagt, startet typischerweise als kleingewerblicher Einzelunternehmer – ohne Mitarbeiter. Diese Gründungen „aus der Not“ heraus sind besonders stark zurückgegangen: Hier macht sich die gute gesamtwirtschaftliche Entwicklung bemerkbar.

Ein höheres wirtschaftliches Potenzial haben dagegen Gründungen mit Handelsregistereintragung oder mit Beschäftigten. Weil sie weniger abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sind, fällt der Rückgang mit bundesweit 8,2 Prozent und ruhrgebietsweit nur 4,8 Prozent weniger dramatisch aus. Die Städte im mittleren Ruhrgebiet verzeichnen (bis auf Herne) sogar Zuwächse im zweistelligen Bereich. Dabei ist Witten mit einem Plus von 26,9 Prozent Spitzenreiter, gefolgt von Bochum (plus 19 Prozent). Allerdings zählt deutschlandweit nur jede vierte und im Ruhrgebiet sogar nur jede fünfte Gründung zu diesen besonderen „Hoffnungsträgern“.

Nachholbedarf bei Nachfolgen

Auch bei den Gründungen durch Unternehmensnachfolgen, die sowohl unternehmerisches Potenzial als auch Know-how und oftmals Arbeitsplätze sichern, hat die Region Nachholbedarf: Ihr Anteil an den Existenzgründungen lag in den Jahren 2008 bis 2012 durchschnittlich drei Prozent unterhalb der Bundesquote. Besonders dramatisch sieht es in Bochum aus: Hier beträgt der Anteil der Nachfolgegründungen am Gründungsgeschehen ganze 1,3 Prozent. Mit satten 27,3 Prozent steht dagegen Hattingen ausgesprochen gut da.

Startercenter der Ruhr-IHKs leisten Gründungswilligen gern Unterstützung. Das gemeinsam von IHK und Wirtschaftsförderung Bochum getragene STARTERCENTER bei der IHK Mittleres Ruhrgebiet ist unter Tel. (02 34) 91 13-1 59 zu erreichen. Unter dieser Telefonnummer können auch Druckexemplare angefordert werden. Darüber hinaus steht der Gründerreport Ruhr 2012 im Internet zum Download zur Verfügung. Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um den Gründerreport Ruhr 2012 ist bei der IHK Mittleres Ruhrgebiet Julia Brouns – Tel. (02 34) 91 13-2 06.

(IHK Mittleres Ruhrgebiet)


 


 

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