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Literatur-Nobelpreis

Herta Müller liest in Essen und die Ruhr-Uni Bochum gratuliert

Ein Glücksfall für die kleine Essener Buchhandlung Proust: Sie hatte schon lange für den 13. Oktober mit der diesjährigen Literatur-Nobelpreisträgerin Herta Müller, die 1995/1996 eine Gastprofessur am Germanistischen Institut der Ruhr-Uni Bochum innehatte, eine Lesung vereinbart. Die Veranstaltung musste jetzt aus der Heldenbar im Grillo-Theater in die Lichtburg verlegt werden.

"Die Lesung mit der Nobelpreisträgerin Herta Müller am kommenden Dienstag ist restlos ausverkauft!", twitterte gestern Beate Scherzer von der Buchhandlung Proust am Handelshof 1. Und ein paar Telefonanrufe später: "Die Lesung von Proust mit der Nobelpreisträgerin Herta Müller am Dienstag wird in die Lichtburg verlegt - Karten: http://bit.ly/39vfex".

DAS BUCH:

Die Verleihung des Literatur-Nobelpreises in dieser Woche an die rumäniendeutsche Schriftstellerin, die am 13. Oktober aus ihrem aktuellen Roman "Atemschaukel" liest, hat die Planung des kleinen Ladens  - früher Buchhandlung im Grillo-Theater - gehörig durcheinander gebracht. Plötzlich gaben sich Journalisten, Neugierige und Literaturinteressierte die Klinke in die Hand und wollten Eintrittskarten zu der Veranstaltung. 

Die war eigentlich als eine der letzten Lesungen im Grillo-Theater geplant gewesen. Denn nach 19 Jahren zog sich die Theater- und Philharmonie Essen (TuP) im Herbst 2008 aus der Kooperation mit der Buchhandlung und somit auch der finanziellen Unterstützung zurück.  Doch die Suche nach neuen Sponsoren war erfolgreich: Die Alfred und Cläre Pott-Stiftung hat sich bereit erklärt, die Lesungen langfristig zu finanzieren, das Museum Folkwang wird ab dem Jahr 2010 der neue Veranstaltungsort sei. Die Lesereihe Literatur im Folkwang beginnt am 19. Februar 2010 mit einem Vortrag des Frankfurter Schriftstellers Peter Kurzeck, in dem dieser, der ursprünglich Maler werden wollte, in freier Rede über seine Erlebnisse und Erfahrungen mit Bildern und bildender Kunst erzählt.

Trotz des aktuellen Rummels: Herta Müller ist längst keine Neuentdeckung. In der Essener Veranstaltungsreihe im Grillo-Theater hat sie in den letzten Jahren schon zweimal gelesen und zusammen mit dem Essayisten und (damaligen) TV-Moderator Roger Willemsen im Wintersemester 1995/1996 eine Gastprofessur am Germanistischen Institut der Ruhr-Universität Bochum (RUB) besetzt. Die gratulierte der frischgebackenen Nobelpreis-Trägerin auch gleich zu ihrer Auszeichnung und kramte ein altes Interview hervor, das Herta Müller im Januar 1996 der RUB-Zeitschrift RUBENS gegeben hatte. Darin sprach sie seinerzeit über Erfahrungen auf dem Campus und über das weite Feld der Literatur.

"Ich wollte junge Leute kennenlernen und war neugierig, wie weit ich Literatur vermitteln kann. Ich habe den Eindruck gehabt, dass junge Leute sich darauf einlassen und dass ich selbst auch viel von ihnen gelernt habe. Man gibt nicht nur, man bekommt auch. Je weiter die Vorlesung und die Seminare voranschritten, desto enger, unkomplizierter und persönlicher wurden diese Beziehungen. Das war sehr wichtig.", bilanziert sie ihre Erfahrungen aus Bochum.

(Redaktion)


 

 

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