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IHK Niederrhein

Aufschwung hat an Kraft gewonnen

Der IHK-Konjunkturklimaindex erreicht neuen Spitzenwert. Das ergab die Umfrage der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve bei angeschlossenen Betrieben. Dabei wurden 280 Unternehmen mit insgesamt 45.000 Beschäftigten befragt.

Laut IHK-Umfrage sind 89 % der Betriebe mindestens zufrieden mit ihrer wirtschaftlichen Situation, darunter 38 %, die sogar die Konjunkturnote „gut“ vergeben (Herbst 2010: 32 %). Ein Grund hierfür ist die Auftrags- und Ertragslage, die sich im Jahresverlauf spürbar verbessert hat. Auch für die kommenden Monate gehen die Unternehmen davon aus, dass das Wachstum anhält, jedoch mit verringerter Stärke. IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger: „Die wirtschaftliche Erholung findet auf breiter Basis statt. Das zeigt sich auch in den Plänen vieler Betriebe, die zusätzliche Mitarbeiter einstellen wollen.“

Erwartungen sind überwiegend zuversichtlich

Mit Blick auf den weiteren Jahresverlauf ist mit einer stabilen Entwicklung zu rechnen. Dafür sprechen die gegenwärtig gute Ausgangslage, der Nachfrageschub, das niedrige Zinsniveau und die zunehmende Zahl offener Stellen. So kommen derzeit auf jedes Unternehmen, das mit einer Abschwächung rechnet, fünf Betriebe mit positiven Erwartungen (7 : 35 %). Es werden aber auch Risiken für die weitere Entwicklung gesehen. Dazu gehören die steigenden Energie- und Rohstoffkosten, der sich verstärkende Fachkräftemangel und die Diskussion um die Stabilität in der Eurozone.

Binnennachfrage treibt den Aufschwung

Die günstige Beschäftigungssituation stärkt die Kaufkraft, und die Investitionsausgaben nehmen im Zuge des Aufschwungs deutlich zu. Beides führt zu einem Nachfrageschub. Nach Branchen unterteilt ergibt sich folgendes Bild: In der Industrie verzeichnet mittlerweile jedes zweite Unternehmen (49 %) steigende Auftragseingänge. Dieser Anteil hat sich binnen eines Jahres mehr als verdoppelt. In der regional prägenden Metallindustrie liegt der Anteil der positiven Stimmen derzeit sogar bei einem Spitzenwert von 76 %. Entgegen dem Trend hinkt die Bauwirtschaft der Aufwärtsentwicklung noch hinterher.

Im Dienstleistungsbereich kommen auf jedes Unternehmen mit Umsatzeinbußen (14 %) mehr als vier Betriebe (59 %) mit steigenden Einnahmen. Auch der Handel meldet Zuwächse. Betrieben, die über Umsatzrückgänge klagen (25 %), stehen mehr als doppelt so viele mit Steigerungen gegenüber (52 %). Vor einem halben Jahr hielten sich positive und negative Stimmen noch die Waage.

Exportquote und Arbeitsmarkt mit guten Aussichten

Der Außenhandel floriert wieder. In der Industrie stehen jedem Unternehmen mit rückläufigen Auftragseingängen aus dem Ausland (10 %) fast vier Betriebe mit Zuwächsen (37 %) gegenüber. Das gute Auslandsgeschäft spiegelt sich auch in den Exporterwartungen für die nächsten Monate wider. Nur 5 % rechnen kurzfristig mit Exporteinbußen, 32 % hingegen mit weiteren Zuwächsen.

Gute Aussichten auf dem Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmarkt bleibt weiterhin robust. So kommen auf jeden Betrieb, der für 2011 von einer eher rückläufigen Belegschaftszahl ausgeht (13 %), nahezu zwei Betriebe mit positiven Beschäftigungserwartungen (23 %). Noch vor einem Jahr war dieses Verhältnis genau umgekehrt (23 : 12 %). Zwei von drei Unternehmen (64 %) gehen von einer stabilen Beschäftigungslage aus.

(Redaktion)


 


 

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