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Interview mit Eddy Willems von G Data

Wie Sie Ihr Smartphone vor Angriffen schützen

Nicht nur PCs sind Gefahren durch Schadprogramme und Spionage ausgesetzt, sondern auch Smartphones, Tablets und Co. Was sind die größten Gefahren? Wie kann man sich schützen? Sarah Görlich von business-on Ruhr sprach mit Security Evangelist Eddy Willems vom Bochumer Unternehmen für Sicherheitssoftware G Data.

business-on.de: Wie sicher sind eigentlich Smartphones und Tablet-PCs vor Schadprogrammen, Datenklau und Spionage?

Eddy Willems: Cyberkriminelle haben Smartphones und Tablets längst als lukrative Ziele für sich entdeckt. Ein Großteil der für Android-Geräte entwickelten Schadprogramme hat es auf den Diebstahl von persönlichen Daten, z. B. Kontakte oder Nachrichten und das Ausspionieren des Nutzers abgesehen. Dabei steigt die Anzahl von Android-Schädlingen, alleine in der ersten Jahreshälfte haben wir fast 520.000 neue Schadprogramme gefunden und die Zahl steigt weiter an.

business-on.de: Wovon geht die größte Gefahr bei mobilen Geräten aus?

Eddy Willems: Die größte Gefahr geht von Android-Schadprogrammen aus. Die Täter setzen hier insbesondere auf präparierte Apps, die häufig in sogenannten Drittanbieter-Märkten platziert werden. Hierzu nutzen die Kriminellen u. a. manipulierte Kopien von ursprünglich sehr erfolgreichen Apps und verschleiern die schädliche Funktion so, dass Nutzer diese nicht entdecken und die Anwendung auf ihrem Gerät installieren.

business-on.de: Aus der Studie „Mobile Device Management“ geht eindeutig hervor, dass viele Unternehmen solche Risiken ignorieren, obwohl gerade auch bei Computern immer wieder vor solchen Gefahren gewarnt wird. Warum wird gerade bei mobilen Geräten immer noch auf einen Schutz verzichtet?

Eddy Willems: Viele Unternehmen unterschätzen die Gefahren und Risiken, die mit der Nutzung von Smartphones und Tablets verbunden sind, daher verzichten sie auf eine umfassende Absicherung. Dabei geht gerade für Unternehmen eine Gefahr nicht nur von Schadprogrammen aus, oft hat der Verlust oder Diebstahls eines Mobilgerätes fatale Folgen für das Unternehmen, da Unbefugte so an vertrauliche Firmeninformationen kommen können.

business-on.de: Wie häufig kommt ein Schaden tatsächlich zustande?

Eddy Willems: Obwohl in den meisten Fällen eine Nutzeraktion notwendig ist, z. B. das Bestätigen der von Apps eingeforderten Berechtigungen vor deren Installation, ist die Anzahl der erfolgreichen Angriffe erschreckend hoch. Im ersten Halbjahr 2013 haben wir deutlich mehr als eine halbe Million schädliche Android-Apps gezählt.


 


 

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