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  • 16.11.2009, 18:34 Uhr
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1. IuK-Tag NRW

"Future Think Tank" im Designmuseum

Versteckte Computer fordern mehr Integration und Vernetzung

Dass die IT heute in alle Wirtschaftsbereiche integriert wird und "versteckte Computer" künftig noch stärker als bisher Autos, Waschmaschinen, Herzschrittmacher oder Fabrikanlagen steuern werden, galt den Diskutanten auf dem Podium als unumstößliche Entwicklung mit einem enormen Zukunftspotenzial für die Branche in NRW. Matthias Kurth machte das am Beispiel des "intelligenten Stromzählers" deutlich: "Niemand wird sich ein Smart Meter im Keller installieren, dort dauernd nach dem aktuellen Stromverbrauch schauen und dann sein Verhalten danach ausrichten". Vielmehr sei eine Integration notwendig, so dass die gesammelten Daten in einer Auswertung am PC oder mobil auf dem Smartphone angezeigt werden. Oder sogar der Energieversorger automatisch die Waschmaschine anlaufen lasse, wenn die Stromlast am geringsten und die Tarife am günstigsten sind.

Innovationsforen beleuchteten Einzelaspekte

Die wichtigsten aktuellen IKT-Trends bildeten auch die thematische Basis für den zweiten Teil des Veranstaltungsprogramms: Am Nachmittag fanden insgesamt neun "NRW-Innovationsforen“ statt, in denen Experten aus nordrhein-westfälischen IKT-Unternehmen die neuesten technologischen Entwicklungen präsentierten und über Anwendungsszenarien berichteten. So wurden die neuesten Projekte und Anwendungsbeispiele von "Geoinformationen im Einsatz für den Feuer- und Katastrophenschutz" vorgestellt. Parallel widmeten sich Experten unter dem Motto "Architektur der Breitbandzukunft" dem mehr als aktuellen Thema des Ausbaus der schnellen Netzinfrastruktur.

Dass "IT-Sicherheit die Basis für eine zuverlässige Kommunikation" vor
allem in Unternehmen ist, zeigte das gleichnamige Panel. Der "Hacker im Herzschrittmacher" - so Prof. Paar von der Ruhr-Uni-Bochum - sei eine wenig erfreuliche Zukunftsvorstellung. Die schon vielfach im Einsatz befindliche RFID-Technologie war ebenso Teil des Forenprogramms wie auch die neuesten Entwicklungen im Bereich SaaS (Software-as-a-Service) und in der mobilen Kommunikation. Unter dem Titel "So werden wir in Zukunft leben" griff die Konferenz ein Thema auf, das sich langsam, aber sicher im Wohn- und Arbeitsumfeld etabliert: Smarte Technologien.

Welche Zukunfts- und Wachstumspotentiale sich hinter dem Begriff "Cloud Computing" verbergen, zeigten die Experten im Forum "Fallen IT-Anwendungen jetzt vom Himmel?" Wie sich „Wissen teilen und erwerben“ lässt, veranschaulichten Lösungen aus NRW für das Wissensmanagement. Zum Teil schien die Auswahl dieser Themenblöcke allerdings etwas willkürlich gewählt - dementsprechend unterschiedlich war auch das Publikumsinteresse.

Insgesamt 28 kleine, mittelständische und große Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Netzwerke zeigten zudem auf der Begleitausstellung zwischen rostigem Stahl und modernem Design ihre neuesten Entwicklungen, Produkte und Leistungen aus den verschiedenen Bereichen der IKT-Wirtschaft.

Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung des IKT.NRW Innovationspreises. Als Sieger wurde die Cenalo GmbH in einer Abstimmung von den Teilnehmern des IuK-Tages NRW gekürt: Das in Herne ansässige Unternehmen beeindruckte das Publikum unter dem Motto "IKT aus der Vogelperspektive" mit einer Vorführung ihres aus Karbon hergestellten Flugroboters (Quadrokopter) und der Präsentation von Chancen der SatNav / Galileo-Technologie für die Informations- und Kommunikationstechnologie. In Zukunft - so Ministerin Christa Thoben - soll der "Tag der Informations- und Kommunikationswirtschaft Nordrhein-Westfalen" jedes Jahr stattfinden und sich zu einem Branchenhöhepunkt in NRW entwickeln.

(Redaktion)


 

 

IuK-Tag NRW
Tag der Informations- und Kommunikationswirtschaft Nordrhein-Westfalen
IKT
Informationstechnik
Telekommunikation
Zeche Zollverein Essen
Christa Thoben

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