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Klimaschutz

Dortmunder Supermarkt kühlt mit CO2

Im Rahmen seiner Zukunftsenergientour besuchte Umweltminister Johannes Remmel einen Dortmunder Supermarkt und zeigt sich begeistert über dessen innovative Kälteversorgung: Zur Versorgung der Kühlmöbel wird auf CO2 statt auf klimaschädlicheren Kältemittel gesetzt.

Auf der 22. Station seiner Initiative ZukunftsEnergienNRW besuchte Umweltminister Remmel mit einer Delegation der EnergieAgentur.NRW das REWE-Center Schulenburg in Dortmund-Hörde. Der Supermarkt setzt in seinen Kühlanlagen zur Versorgung der Kühlmöbel (Normal- und Tiefkühlung) auf CO2 statt auf klimaschädlichere, halogenhaltige Kältemittel. Durch kleine Leckagen im Kühlsystem können die Kältemittel in die Atmosphäre austreten – in einem solchen Fall hat CO2 weniger treibhausschädliche Effekte als das weitaus klimaschädlichere halogenhaltige Mittel.

Kälteanlagen auch für die Beheizung

Die Kälteanlagen werden nicht nur für die Versorgung der Kühlmöbel genutzt, sondern auch zur Klimatisierung und Beheizung eingesetzt. Für die Beheizung der Verkaufsfläche und der Nebenräume ist die Funktion einer Wärmepumpe in die Anlagentechnik integriert worden. „Das Konzept einer Kälteanlage mit integrierter Klimatisierung und Wärmepumpe wurde in Deutschland in dieser Bauart bisher noch nicht realisiert und ist weltweit erst viermal umgesetzt worden“, sagte der Minister.

In den Kühlanlagen wird das umweltfreundlichere, halogenfreie R744 (CO2) als Kältemittel eingesetzt. Durch die Beheizung des Marktes über eine integrierte Wärmepumpe werden keine zusätzlichen fossilen Brennstoffe wie Gas oder Öl benötigt. Auch das erforderliche Brauchwasser wird über eine integrierte Wärmerückgewinnung auf konstante 70°C erwärmt. Mit der Integration der Wärmepumpe in die Kälteanlage werden rund 35 Prozent Energieeinsparungen gegenüber einer konventionellen Heiztechnik erreicht. 

110 Tonnen CO2 werden eingespart

„Wir setzen auf Energieeffizienz in unseren REWE-Supermärkten, um die Umwelt zu schonen und die Kosten im Griff zu behalten,“ sagt Heinz-Bert Zander, Vorstandssprecher REWE Dortmund und Aufsichtsratsvorsitzender der REWE Group. Speziell für den Markt in Dortmund werden nach einer Berechnung pro Jahr ca. 18.000 € Betriebskosten und rund 110 Tonnen CO2 eingespart, die Amortisationszeit für die Mehrkosten gegenüber der Standard Technik liegt unter einem Jahr. Die Technik kann nahezu überall eingesetzt werden.

„Klimaschutz lebt von Innovationen. Bei der Entwicklung neuer Technologien und klimafreundlicherer Anwendungen brauchen wir Innovationsfähigkeit und Kreativität. Der Supermarkt Dortmund-Hörde ist mit seiner neuartigen Kälteerzeugung in Verbindung mit der Klimatisierung und Beheizung des Marktes wegweisend“, so Umweltminister Johannes Remmel.

(Redaktion)


 


 

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