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Immobilienbörse für Kreative

Neues Leben in alten Mauern statt Leerstand

Im Rahmen des Projektes „Kreativ.Quartiere“ will die Europäische Kulturhauptstadt RUHR.2010 eine Online-Immobilienplattform ins Leben rufen. Diese soll Städte und Immobilienbesitzer auf der einen Seite sowie Kultur- und Kreativunternehmen auf der anderen Seite zusammenbringen.

Ungenutzte Wohnungen, leerstehende Kaufhäuser, ehemalige Industriegebäude oder alte Bürobauten: Sie alle sind interessante Areale für Branchen der Kreativwirtschaft. Da es in der Metropole Ruhr eine Vielzahl solcher Leerstände gibt und zugleich die Nachfrage kreativer Unternehmen nach günstigem Arbeits- und Ausstellungsraum steigt, ruft die Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 anlässlich des Projektes "Kreativ.Quartiere" nun eine Immobilienplattform ins Leben. Diese soll das Zusammenkommen von Städten, Unternehmern und Immobilienbesitzern auf der einen Seite sowie Kultur- und Kreativunternehmen auf der anderen Seite erleichtern.

Und so funktioniert es: Besitzer von Wohnungen, Gewerbe- oder Büroflächen, ehemaligen Industriegeländen, Garagen oder Lagern melden sich beim Projektteam der "Kreativ.Quartiere" und geben nähere Details zu ihren Objekten an. Die Informationen werden anschließend auf einer Website veröffentlicht, auf der sie von potentiellen Interessenten aufgespürt werden können.

Profitieren können am Ende beide Parteien. Die Anbieter, weil temporäre Nutzungen ihrer Immobilien schneller auch wieder zu rentablen Endnutzungen führen, hohe Anfangsinvestitionen entfallen und die Verwahrlosung gestoppt wird. Die Interessenten aus der Kreativwirtschaft, weil sie preiswerte Arbeitsorte suchen und oftmals gerade den "Endzeitcharme" leerstehender Gebäude zu schätzen wissen.

Das von der Wirtschaftsförderung metropoleruhr sowie der Landesregierung Nordrhein-Westfalen unterstützte Projekt "Kreativ.Quartiere" besteht seit 2008. Erste Erfolge wurden erzielt, denn für einige leerstehende Häuser wurden bereits neue Mieter gefunden. Ein positives Beispiel ist auch die Games Factory Ruhr in Mülheim an der Ruhr, in der Firmen der Games-Branche in einem Gebäude arbeiten und Synergien bilden. Die neue Plattform ist ein weiterer Baustein dafür, die Kreativwirtschaft auch über das Jahr 2010 hinaus in der Metropole Ruhr zu festigen, und ist ab Ende dieses Jahres auf der Online-Plattform www.2010lab.tv zu finden. Die wurde bereits Anfang des Jahres groß angekündigt und sollte eigentlich schon längst fertig sein.

Kunstaktionen gegen "LEERSTAND.null.neun"

Auch der Verein "Pottporus" in Herne will gegen verödete Innenstädte und Leerstände mit Kultur angehen. Drei Wochen langen zeigen junge Kreative aus dem In- und Ausland im Rahmen des "5. Urban Street Art Festival" vom 24. Oktober bis 15. November ihre Ideen in Tanz und Kunst. Schwerpunkt des Festivals sind Überlegungen zum "LEERSTAND.null.neun": Verwaiste Innenstädte erhalten neues Leben, leere Ladenlokale und Kaufhaus-Skelette sollen in Bewegung geraten. Zur Eröffnung am 24. Oktober im Herner Kulturzentrum steht die Tanztheater-Produktion "Schwarze Katze" der ehemaligen Pina-Bausch-Solotänzerin und Choreografin Malou Airaudo auf dem Programm, in Kooperation mit dem Festival Melez.

(Redaktion)


 

 

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