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Leitfaden

Herausforderungen bei der Auswahl von E-Shop-Systemen

Frontend-Funktionalitäten zur Darstellung des Produktkataloges

Hier werden Themen wie die Navigationsmöglichkeiten, automatische und manuelle Querverlinkung, Such- und Vorschlagsfunktionen und
zielgruppenspezifische Ansprache behandelt. Es muss darauf geachtet werden, konkrete Projektanforderungen an ein späteres Umsetzungsprojekt von für die Wahl des Systems relevanten Anforderungen zu trennen.

Die Anpassbarkeit des Systems in Bezug auf das Aussehen der einzelnen Komponenten sollte hier ebenfalls berücksichtigt werden.

Ist eine Darstellung der Warenverfügbarkeit gewünscht, so sollte hier bereits die bevorzugte Datenherkunft für diese Information festgelegt werden. Prinzipiell bieten sich die folgenden Alternativen: Manuelle Pflege im Shop-System, zeitlich gesteuerter Abgleich mit einem Warenwirtschaftssystem oder exakter Abgleich mit dem Warenwirtschaftssystem zum Zeitpunkt des Aufrufs.

Ebenso sind hier konfigurierbare Produkte oder geplante Produktabonnements zu berücksichtigen.

Interaktive Frontendfunktionen

Dieses Themenfeld behandelt Frontend-Funktionalitäten, welche es dem Besucher erlauben, sein Shop-Erlebnis individuell zu gestalten. Hierzu zählen zum Beispiel Funktionen wie Merkzettel oder Wunschliste, automatisierte Benachrichtigungen, Individualisierung von Produkten...

Bestellvorgang

Der Bestellvorgang ein wichtiger Bestandteil des Shops und führt bei unzureichender Umsetzung zu einem Verlust eines kaufbereiten Kunden. Besonderes Augenmerk sollte hier auf die eventuell vom System vorgegebene Abfolge der einzelnen Schritte gelegt werden. Ebenso können hier, sofern gewünscht, Up-Selling-Funktionen behandelt werden.

In Abhängigkeit davon, inwieweit die Abwicklung der Bestellung bereits von anderen Systemen unterstützt wird, stellt sich hier die Frage, wie die Bestellung nach Durchführung durch den Besucher weiterverarbeitet wird. Die einfachste Lösung ist die Benachrichtigung eines Sachbearbeiters via E-Mail sowie die Speicherung der Bestellung im Shop-System. Diese Variante kommt häufig bei Einstiegsprojekten zum Einsatz. Bei vorhandenen Fulfillment-Systemen, müssen diese angebunden werden. Insbesondere falls eine spätere Übersicht über den Bestellstatus im Shop-Frontend gewünscht ist, muss hier ein Rückkanal berücksichtigt werden, über den Statusänderungen an das Shop-System gemeldet werden. Auch die Frage nach dem Versand von Statusmeldungen an den Besucher sollte geklärt werden. Werden diese im Fulfillment-System erzeugt oder direkt im Shop?

Sollen Produktabonnements unterstützt werden ist der Prozess der
wiederkehrenden Bestellung ebenfalls zu berücksichtigen.

Zahlungsvorgang

Die eigentliche Zahlungsabwicklung erfolgt üblicherweise außerhalb des Shop-Systems, so dass hier der Schnittstellenthematik eine besondere Bedeutung zukommt. Mit Blick auf die geplanten Zielgruppen sollte eine Auswahl der anzubietenden Zahlungsmöglichkeiten getroffen werden. Dabei sind Themen wie Benutzerkomfort, Sicherheit der Zahlung und Verbreitung des Zahlungsdienstes zu berücksichtigen.

Handelt es sich um einen Shop mit beschränktem Nutzerkreis kommt häufig auch eine Abrechnung über Kostenstellen, o.Ä. zum Einsatz. Hier erfolgt die Anbindung dann weniger zu einem externen Anbieter von Abrechnungssystemen, sondern an die interne Buchhaltung. Auch in diesem Fall kann bei einem Einstiegsprojekt mit geringem Bestellaufkommen durchaus in einem ersten Schritt ein manueller Prozess mit Versand von E-Mails in Betracht gezogen werden.

Kundenbindung

Zur Kundenbindung oder Unterstützung von Marketingaktionen werden häufig Gutscheinsysteme eingesetzt. Sofern gefordert, ist auf eine entsprechende Unterstützung im Shop-System zu achten. Dabei müssen sowohl das Thema Gutscheingenerierung als auch Gutschrift und Validierung behandelt werden. Findet die Generierung in einem externen System statt, so ist eine Schnittstelle zur Validierung vorzusehen.

Marketingunterstützung

Wenn der geplante Shop für Marketingaktivitäten wie Newsletter, Banner oder Kampagnen auf der Website eingebunden werden soll, sollte die Möglichkeit bestehen, innerhalb des Shops Affiliate-Parameter weiterzuleiten und eventuell gefilterte Listen registrierter Nutzer für den Newsletter zu exportieren.

Pflegemöglichkeiten im Backend

Hier empfiehlt sich die Definition der Anforderungen zur Bearbeitung des
Produktkatalogs. Ebenso ist die Bearbeitung von E-Mail- und sonstigen Vorlagen sowie Bestätigungsmeldungen meist wünschenswert. Dadurch entfällt eine Entwicklungsleistung, um beispielsweise Ansprechpartner zu ändern. Ist keine Anbindung an ein Warenwirtschaftssystem geplant oder soll eine umfangreiche Produktveredelung innerhalb des Shop-Backends stattfinden, sollte ein Massen-Upload für Mediadaten vorgesehen werden. Auch die Überprüfung eines Rechte- und Rollensystems ist, je nach Projektanforderungen, sinnvoll.

Sprach- und Währungsunterstützung

Sowohl bei der Bedienung des Backends, als auch bei der Darstellung des Frontends ist das Thema Mehrsprachigkeit zu berücksichtigen. Gerade im Backend finden sich im Open-Source Bereich immer noch rein englischsprachige Interfaces (was nicht immer ein Hinderungsgrund sein muss, aber entsprechend berücksichtigt werden sollte). Im Frontend stellt sich die Frage, inwieweit das System es erlaubt, mehrere Sprachversionen eines Produktes zu pflegen und wie sich diese in Bezug auf ihre Attribute unterscheiden können. Ebenso zieht sich das Thema Mehrsprachigkeit natürlich durch die Bereiche E-Mail-Versand und Nachrichtenausgabe im System.

Soll der Shop in mehreren Ländern verfügbar sein, ist die Unterstützung mehrerer Währungen in einem System ein zu behandelndes Kriterium.

Statistik

Der Bereich Statistik sollte immer ausgehend der von verschiedenen Stakeholdern benötigten Zahlen geplant werden. Aus diesen lassen sich häufig Auswertungen definieren, die dann entweder vom Shop-System selbst oder durch Verwendung einer externen Tracking-Software erstellt werden müssen.

Technische Basis

Häufig besteht aufgrund vorhandener Systeme bereits eine Präferenz für eine bestimmte technische Basis. Sei es, um beispielsweise bereits vorhandene Lizenzen möglichst gut nutzen zu können oder um auf bestehende Kompetenzen zurückzugreifen. Meist bietet es sich hier an, zwar eine Präferenz auszusprechen, allerdings noch keine konkrete Festlegung vorzunehmen.

Schnittstellen

Wie sich bereits auf den vorhergehenden Punkten ergibt, erhält das Thema Schnittstellen bei Shop-Systemen normalerweise einen recht hohen Stellenwert.

Dies liegt insbesondere daran, dass mit einer Vielzahl spezialisierter Systeme zur Abwicklung der verschiedenen Aufgaben kommuniziert wird.

Nur selten wird ein System gefunden, das die Schnittstellen an die diversen Systeme bereits für alle notwendigen Anbindungen mitbringt. Vielmehr sollte hier, neben der konkreten Unterstützung des anzubindenden Systems (inkl. Versionsnummer) auch die Flexibilität einer generischen Schnittstelle und die Verwendung offener Standards aufgenommen werden.

Alternativ zu einer meist aufwändigen Schnittstellenentwicklung kann häufig, besonders bei Einstiegsprojekten mit geringem Transaktionsvolumen, in einem ersten Schritt eine manuelle Lösung gewählt werden. In diesem Fall ist eine Überprüfung ratsam, inwieweit die dafür notwendigen Reports und Eingaben über das Backend des Shop-Systems abgebildet werden können.


 


 

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