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2. Bauabschnitt fertig

Eröffnung des Einkaufszentrums Limbecker Platz mit Bergarbeitergruppe in der Rotunde

Die niederrheinische Künstlerin Loni Kreuder schuf eine dreiköpfige Bergarbeitergruppe als Hommage an das „schwarze Gold“ des Reviers.

Das magische Datum, die Eröffnung des zweiten Bauabschnitts des Shoppingcenters Limbecker Platz, wurde auf der Website des größten innerstädtischen Kaufhauses in Deutschland als Countdown heruntergezählt. Heute um 8 Uhr war es soweit und weitere 100 Geschäfte öffneten ihre Türen. Beim Elektronik-Fachmarkt Saturn ging es sogar schon um 6 Uhr los.

Am Vorabend der offiziellen Eröffnung gab es einen Empfang für geladene Gäste. Unter den Festrednern waren auch Dr. Jens Baganz, Staatssekretär im Ministerium NRW für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, sowie der Oberbürgermeister der Stadt Essen Reinhard Paß.

Blickfang in der Rotunde des Einkaufszentrums ist die dreiköpfige naturalistische und über zwei Meter hohe Skulpturengruppe, die offiziell eingeweiht wurde - im Beisein der Künstlerin Loni Kreuder. Das Kunstwerk ist eine Hommage an den Bergbau und den Berufsstand der Bergleute. Der Auftrag an die Bildhauerin erging im letzten August, einige Monate nach Inkrafttreten des Steinkohlefinanzierungsgesetzes: Damit soll der subventionierte Steinkohlenbergbau in Deutschland zum Ende des Jahres 2018 sozialverträglich beendet werden.

Doch das Ruhrgebiet ohne Steiger, Schlepper, Hauer und Schießmeister – das konnten sich die Essener auch 23 Jahre nach Stilllegung der letzten Zeche nicht vorstellen. Bereits Anfang des 19. Jahrhunderts hatte der Kohlenabbau große Bedeutung für die Region gehabt. Generationen von Männern arbeiteten im Pütt, ein ehrenwerter, aber auch gefährlicher Beruf.

Loni Kreuder hat den „Kumpels“ von einst ein sehr eindrückliches Denkmal in Bronze gesetzt. „Am Tag, als das Bergwerk Walsum geschlossen wurde, hat man mir für meine Arbeit eine Komplettausstattung zur Verfügung gestellt, vom Helm über Knieschoner bis hin zur Unterwäsche und den Gerätschaften“, erzählt die Bildhauerin. Verewigt hat sie die Bergarbeiter in der Aktion. Ein Grubenarbeiter zeigt nach oben, ein zweiter folgt mit seinem Blick dem ausgestreckten Zeigefinger, der auf den Schriftzug im ersten Stock „Essen Weltkulturstadt 2010“ zeigt. Der Dritte kniet, aufgestützt auf eine Spitzhacke, am Boden.

Loni Kreuder hat im Laufe ihrer 30-jährigen Karriere als Bildhauerin über 100 Skulpturen geschaffen, darunter auch monumentale Außenskulpturen, die auf vielen öffentlichen Plätzen am linken Niederrhein und in den Niederlanden zu finden sind.

Limbecker Platz: An dem Traditionsstandort in der Essener Innenstadt ist in einer Gesamtbauzeit von drei Jahren für rund 300 Millionen Euro eine Einkaufsattraktion mit insgesamt 70.000 m² Mietfläche entstanden. Entlang der Ladenstraße präsentieren sich auf drei Ebenen mehr als 200 Fachgeschäfte, Restaurants, Cafés und Servicebetriebe. Das Interesse des Einzelhandels am Limbecker Platz ist enorm. Schon seit Monaten sind sämtliche Shop-Flächen vollständig vermietet.

Neben Großmietern wie „Saturn“, „Karstadt“, „Karstadt sports“, „C&A“, „H&M“ und „REWE“ feiern einige Konzepte im Limbecker Platz ihre Deutschland-Premiere: So eröffnen dort u. a. der bundesweit erste „Monki“-Shop (H&M-Tochter) und die erste „Diesel Denimothek“. Darüber hinaus bietet der Limbecker Platz den rund 1,7 Millionen Einwohnern im Einzugsgebiet national und international bekannte Marken sowie vielfältige Gastronomie-Konzepte. Der erste Bauabschnitt des Limbecker Platzes war am 13. März 2008 eröffnet worden.

(Susan Tuchel)


 


 

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