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Literaturpreis Ruhr 2009 für Judith Kuckart

Der Literaturpreis Ruhr 2009 geht an die Autorin, Tänzerin, Choreografin und Regisseurin Judith Kuckart. Verliehen wird er in diesem Jahr bereits zum 24. Mal vom Regionalverband Ruhr (RVR). Der Hauptpreis ist mit 10.000 Euro und die Förderpreise mit jeweils 2.550 Euro dotiert.

Die gebürtige Schwelmerin Judith Kuckart lebt heute in Berlin und Zürich. Seit Anfang der 90er Jahre veröffentlicht sie Romane und Erzählungen. Dazu zählen u. a. "Lenas Liebe " (2002), "Kaiserstraße" (2006), "Die Verdächtige" (2008) und "Die Autorenwitwe" (2003). Kuckart wurde bereits 1991 mit dem Rauriser Literaturpreis und dem Deutschen Kritikerpreis ausgezeichnet. Sie war 2008 für den Deutschen Buchpreis nominiert.

Die beiden Förderpreise gehen an Mirko Kussin, Dortmund, und Reinhard Strüven, Düsseldorf, für ihre Kurzgeschichten zum Thema "Kosmos Bahnhof". Der Literaturpreis Ruhr wird jährlich vom Regionalverband Ruhr (RVR) vergeben. Die Organisation und Konzeption übernimmt das Literaturbüro Ruhr. Die sechsköpfige Jury hat in der Endauswahl elf Vorschläge für den Hauptpreis bewertet und 143 Bewerbungen für die Förderpreise erhalten.

Der Hauptpreis

Zum Schreiben kam Judith Kuckart nicht in erster Linie durch ihr Literaturstudium, sondern über Tanz und Theater. Sie besuchte u. a. die Folkwangschule Essen und gründete zusammen mit anderen Tänzern die Compagnie Skoronel. Dabei ging es Judith Kuckart darum, Körpersprache und poetische Sprache als Einheit erfahrbar zu machen.

In Judith Kuckarts Romanen und Erzählungen blieben Tanz und Theater präsent, vor allem in den Biografien der Romanfiguren, in denen sich die Bühnenerfahrung der Autorin spiegelt. Viele ihrer Geschichten spielen auch im Ruhrgebiet. In "Lenas Liebe" kehrt die Protagonistin in die Kleinstadt S. im Ruhrgebiet zurück. In S. bündelt sich die Sehnsucht nach einem Platz, an den man gehört.

Besonders beeindruckt war die Jury vom Roman "Die Verdächtige", der vom Verschwinden eines Mannes handelt. "Der Mann, den ich liebe, ist vor zwei Wochen in der Geisterbahn verschwunden" berichtet Marga der Polizei. Sie zieht mit einer Theatergruppe durchs Ruhrgebiet, um ihren Geliebten zu suchen. Der Roman kommt leichtfüßig und beunruhigend zugleich daher, eine spannungsreiche Mischung aus Kriminalroman und Liebesgeschichte.

Judith Kuckart wurde bereits 1991 mit dem Rauriser Literaturpreis und dem Deutschen Kritikerpreis ausgezeichnet. Sie war 2008 für den Deutschen Buchpreis nominiert.


 


 

Förderpreis
Literaturpreis Ruhr
Deutscher Buchpreis
Mirko Kussin
Judith Kuckart
Mann
Ruhrgebiet
Erzählung Wiedersehen

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