13.10.2010  13:58 Uhr

GreenCart
Wirtschaft und Wissenschaft sorgen für vergleichbare CO2-Reports von Logistikunternehmen

München. Steria Mummert Consulting und der Lehrstuhl für Logistikmanagement der Universität St. Gallen werden zusammen mit einem Konsortium aus namhaften Unternehmen der Logistikdienstleistungsbranche eine neutrale Plattform zur einheitlichen CO2-Erfassung, -Berechnung, -Analyse und -Bilanzierung entwickeln.

Das Projekt startet Anfang 2011. Bisher fehlte es an einem Branchenstandard, der die Emissionsbilanzen der Logistikfirmen vergleichbar macht. Das soll sich mit der GreenCart-Initiative ändern.

Weltweit sind Transport und Verkehr für etwa ein Viertel der CO2-Emissionen verantwortlich. Davon entstehen allein 75 Prozent im Straßengüterverkehr. Vor allem die Verbraucher, Nichtregierungsorganisationen und der Gesetzgeber fordern daher zunehmend Transparenz und die Senkung von Kohlendioxid-Emissionen. Hinzu kommt eine immer stärkere Ausrichtung des Konsumverhaltens hinsichtlich Umweltschutz und Fair Trade. Bis 2012 wird jedes fünfte Unternehmen des Einzelhandels sowie der Konsumgüterindustrie von seinem Logistikdienstleister vor Auftragsvergabe eine aussagekräftige CO2-Bilanz verlangen.

Ziel der GreenCart-Initiative ist es, diese Bilanzen zu vereinheitlichen und damit Vergleichbarkeit herzustellen. In der im Januar 2011 beginnenden Vorphase werden Vertreter namhafter Unternehmen der Logistikbranche gemeinsam mit den Wissenschaftlern aus St. Gallen und Experten von Steria Mummert Consulting die Anforderungen an einen CO2-Branchenstandard definieren und wesentliche Inhalte bestimmen. Bereits Mitte des Jahres soll der Testbetrieb einer IT-gestützten CO2-Plattform starten – dann können die beteiligten Logistikunternehmen und ihre Subunternehmen bereits erste Erfahrung mit Dateninhalten und Auswertungslogiken sammeln.

Der Lehrstuhl für Logistikmanagement der Universität St. Gallen wird das gesamte Projekt umfassend wissenschaftlich begleiten und die Konsortialpartner bei der Entwicklung und Festlegung der Methodik der Kennzahlenermittlung unterstützen. Das gilt auch für die kontinuierliche Weiterentwicklung der Plattform auf der Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse.

Die IT-basierte Plattform wird Instrumente bereitstellen, die eine automatisierte und effiziente Erfassung, Analyse und Auswertung von CO2-relevanten Daten auf der Basis einheitlicher Standards ermöglichen. Sobald die Datenbasis ausreichend detailliert ist, wird angestrebt, die erfassten CO2-Emmissionen bis hin zum sogenannten Product Carbon Footprint pro transportierten Artikel aufzuschlüsseln.


 

(Steria Mummert Consulting)

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Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © Michael Hirschka/ pixelio.de



 


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