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McDonald's Ausbildungsstudie

Azubis wollen Sicherheit und Spaß

Während Europas Jugend um ihre berufliche Zukunft bangt, blicken Jugendliche in Deutschland optimistisch nach vorne (71 Prozent). Das ist ein Ergebnis einer Studie von McDonald’s, die den Gemütszustand der Auszubildenden in Deutschland beschreibt.

Trotz ihres Optimismus ist das Sicherheitsbe- dürfnis der befragten 15- bis 24-Jährigen bemerkenswert groß. Dieser Optimismus ist zudem eng mit der eigenen wirtschaftlichen Lage und damit mit der sozialen Schicht der Jugendlichen verknüpft: Jugendliche, die in einer guten wirtschaftlichen Situation leben, vertrauen mit überwältigender Mehrheit auf eine gute berufliche Zukunft (81 Prozent). Jugendliche in angespannter wirtschaftlicher Situation blicken eher mit Befürchtungen in ihre Zukunft (38 Prozent). Jugendliche erwarten heute von ihrem Beruf, dass er vor allem Spaß macht (71 Prozent), den eigenen Neigungen und Fähigkeiten entspricht – aber auch Sicherheit bietet. Die junge Generation denkt auch intensiv über Work-Life-Balance nach und wünscht sich einen Beruf, der sich gut mit dem Privatleben und einer Familie vereinbaren lässt.

Aufstiegschancen Frage der Schicht

Auch die Einschätzung der individuellen Aufstiegschancen ist in hohem Maße schichtgebunden, insgesamt werden diese aber als überwiegend positiv bewertet (59 Prozent). Dieser Optimismus prägt jedoch in erster Linie Jugendliche aus der Mittel- und Oberschicht, während Jugendliche aus den unteren Sozialschichten, für die das Aufstiegsthema besonders wichtig ist, die Gesellschaft als zu wenig durchlässig empfinden. 

„Leistungsschwächere Jugendliche müssen gezielt gefördert werden, und zwar nicht nur durch rein schulische Angebote. Wir benötigen in Deutschland mehr wirkungsvolle Modelle der Berufsorientierung und -vorbereitung“, mahnt Jugendforscher Prof. Dr. Klaus Hurrelmann von der Hertie School of Governance und wissenschaftlicher Berater der Studie. Junge Menschen mit Migrationshintergrund schätzen dabei die Durchlässigkeit der deutschen Gesellschaft nicht signifikant anders ein als Gleichaltrige ohne Migrationshintergrund.

Eltern als Ratgeber Nr. 1 

In Zeiten des Informationsüberflusses fühlen sich 58 Prozent der Schüler ausreichend über ihre beruflichen Möglichkeiten informiert. Während soziale Netzwerke (25 Prozent), Informationstage in Unternehmen (22 Prozent) und an Universitäten (18 Prozent) weniger häufig zu Rate gezogen werden, sind Eltern heute die am häufigsten genutzte Informationsquelle (83 Prozent) und werden auch als die hilfreichste eingestuft (44 Prozent). Keine Impulse erwarten die Befragten vom Ausgang der Bundestagswahl, denn nur 15 Prozent glauben, dass diese Einfluss auf ihre persönliche Situation nehmen wird.

(Redaktion)


 


 

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