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  • 18.06.2010, 17:55 Uhr
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  • Metropole Ruhr / Dortmund
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Fahrradverleihsystem

Startschuss für das metroradruhr

Die Metropole Ruhr bekommt Deutschlands größtes Fahrradverleihsystem – das metroradruhr. Der offizielle Startschuss für die erste Ausbaustufe ist heute, am 18. Juni 2010, in Dortmund gefallen.

Von nun an beginnt der Aufbau der einzelnen Stationen und Bewohner und Besucher können das metroradruhr an zahlreichen Stationen dann spontan ausleihen, am Zielort abgeben und somit die Metropole Ruhr schnell und umweltfreundlich mit dem Leihrad erfahren. Viele Stationen liegen an markanten Punkten wie Bahnhöfen, Museen oder Standorten der Route der Industriekultur. Die Kombination mit Bus und Bahn ist gewünscht und gewollt. Durch die intelligente Verknüpfung entsteht eine umweltfreundliche Mobilitätskette. Künftig kann der letzte Kilometer von der Haltestelle bis zum Büro oder vom Bahnhof bis zum Kulturevent mit einem Leihfahrrad zurückgelegt werden.

Das Projekt wird von zehn Ruhrgebietsstädten und dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr unter Federführung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) realisiert. Als weiterer Projektpartner eingebunden ist der künftige Betreiber des Verleihsystems, das Leipziger Unternehmen nextbike. Die Qualitätssicherung und Logistik übernimmt die Paritätische Initiative für Arbeit e.V. aus Mülheim, welche die örtlichen Radstationen in Pflege und Wartung der Leihräder einbezieht. Das Bundesverkehrsministerium fördert den Aufbau des Verleihsystems metroradruhr als Modellprojekt mit 2,3 Millionen Euro. Die Metropole Ruhr ist eine von acht Modellregionen, die sich im Jahr 2009 in dem bundesweiten Wettbewerb für innovative Fahrradverleihsysteme unter insgesamt 44 Regionen durchgesetzt haben.

Ausbau bis 2012 zum größten regionalen Fahrradverleihsystem

Mit der ersten Ausbaustufe 2010 werden in den Städten Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hamm, Herne, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen insgesamt über 1.600 Räder an 150 Ausleihstationen bereit stehen. Zwei weitere Ausbaustufen folgen in den nächsten beiden Jahren. Bis Ende 2012 wird es in der Metropole Ruhr insgesamt 3.000 Räder an 300 Stationen geben.

Die Ausleihe und Rückgabe der Räder erfolgt an Stationen, die jeweils mit einer Infosäule ausgestattet sind. Vor der ersten Nutzung ist eine einmalige Registrierung notwendig. Diese kann telefonisch unter 030 69205046 oder auf www.metroradruhr.de erfolgen. Für die Ausleihe erhält man nach Anruf der Hotline den Öffnungscode für das Fahrradschloss und kann losfahren. Das Rad kann zu jeder Zeit und an jeder beliebigen metroradruhr-Station abgegeben werden. Der Tarif beträgt pro Stunde ein Euro und acht Euro (ab der fünften Stunde) für den ganzen Tag. Bus- und Bahn-Kunden erhalten darüber hinaus einen Bonus vom Betreiber. Sie fahren einmal am Tag bis zu 30 Minuten kostenlos. Neben den Verleiheinnahmen ermöglicht die Vermarktung der Werbeflächen an den Rädern einen wirtschaftlichen Betrieb des Systems. Somit ist das metroradruhr innovatives Verkehrsmittel und attraktives Werbemedium.

„Das metroradruhr-System macht das Radfahren in der Metropole Ruhr noch attraktiver. Einwegfahrten ermöglichen die flexible Nutzung des Rades. In den nächsten Jahren soll die hohe Qualität des Freizeitradelns zunehmend in das alltägliche Radfahren überführt werden, damit es künftig Spaß macht, mit dem Rad zur Arbeit, zum Konzert oder zum Einkaufen zu fahren“, sagte Dr. Thomas Rommelspacher, stellv. Regionaldirektor beim RVR, bei der Eröffnung des Verleihsystems in Dortmund.


 


 

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