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Mobile Datendienste überholen das Telefonieren

2014 werden in Deutschland voraussichtlich 9,6 Milliarden Euro mit mobilen Datendiensten umgesetzt. Der Umsatz mit mobilen Sprachdiensten sinkt jedoch: In den nächsten Jahren wird die mobile Datenkommunikation an der mobilen Telefonie sogar vorbeiziehen.

Die Nachfrage nach mobilen Datendiensten wächst 2014 auf dem bereits erreichten hohen Niveau weiter stark an. In diesem Jahr werden in Deutschland voraussichtlich 9,6 Milliarden Euro mit mobilen Datendiensten umgesetzt. Das ist ein Plus von 5,5 Prozent gegenüber 2013. Dies gab der Hightech-Verband BITKOM anhand aktueller EITO-Daten heute in Berlin bekannt. Weniger dynamisch verläuft die Entwicklung bei mobilen Sprachdiensten. 

Es wird so viel telefoniert wie noch nie

Zwar steigt die Anzahl der abgehenden Gesprächsminuten auch in diesem Jahr um rund 1 Milliarde auf dann 111 Milliarden. Obwohl so viel per Handy telefoniert wird wie noch nie, sinkt der Umsatz mit mobilen Sprachdiensten um 6 Prozent auf 10,9 Milliarden Euro. Seit 2010 ist der Markt für Mobiltelefonie um 3,4 Milliarden Euro geschrumpft. „Die Mobilfunk-Branche erlebt gerade einen Zeiten-Wechsel. In den nächsten Jahren wird die mobile Datenkommunikation an der mobilen Telefonie vorbeiziehen“, sagt Jens Schulte-Bockum aus dem BITKOM-Präsidium. „Daraus ergeben sich enorme Herausforderungen für die Netzbetreiber.“

Wie groß die Dynamik im Bereich mobiler Datendienste ist, zeigt das Wachstum der Datenmengen in den deutschen Mobilfunknetzen. Während 2008 das mobile Datenvolumen in Deutschland bei 11 Millionen Gigabyte lag, werden es in diesem Jahr voraussichtlich 330 Millionen Gigabyte sein. Damit ist das Datenvolumen innerhalb von nur sechs Jahren um den Faktor 30 gestiegen. Schulte-Bockum: „Die zunehmende Verbreitung von Mobilgeräten sowie neue Technologien im Automotive-Bereich oder bei der Kommunikation zwischen Maschinen werden das Datenvolumen in den Mobilfunknetzen auch künftig stark wachsen lassen.

Milliarden-Investitionen nötig

Damit die Highspeed-Netze der steigenden Datenlast gewachsen sind, müssen jährlich mehrere Milliarden Euro investiert werden. Die Politik hat den Netzbetreibern durch die massive Senkung der Roaming-Gebühren jedoch in den vergangenen Jahren Mittel in Milliardenhöhe entzogen, die nun für den Netzausbau fehlen. Vor diesem Hintergrund fordern wir von der Politik, ein stabiles und anreizorientiertes Regulierungsumfeld zu schaffen, mit langfristiger Planbarkeit bei der Zugangs- und Entgeltregulierung. Dies ermöglicht auch in Zukunft die erforderlichen Investitionen in Netze, Technik und Produkte.“

(Redaktion)


 


 

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