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Netzwerk Filmkultur NRW

Initiative für digitale „Filmkultur 2.0“

Bis Ende 2013 sollen alle unabhängigen Programmkinos im Ruhrgebiet digitalisiert sein – gezielter Förderung sei Dank. Ein aktuelles Gutachten des Netzwerks Filmkultur NRW fordert auch für sonstige filmkulturelle Einrichtungen des Landes eine „Exzellenzinitiative“ zur Digitalisierung.

Abspiel, Verleih und Produktionsförderung von Filmen, Bildungsarbeit und die Bewahrung des Filmerbes NRW gehören zu den Leistungen der Filmfestivals, Filmhäuser und -werkstätten sowie anderen filmkulturellen Initiativen. Die Digitalisierung stellt diese Institutionen vor neue Aufgaben, die teils hohe Investitionen verlangen.

Das Gutachten der Autoren Volker Köster und Oliver Baumgarten untersucht die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeit der filmkulturellen Einrichtungen des Landes. Unter dem Titel „Filmkultur 2.0“ kommt das Papier zu dem Schluss, dass diese Institutionen angesichts der fortschreitenden Digitalisierung unter enormem Handlungsdruck stehen. „Mit Ablauf des Jahres 2013 wird in Nordrhein-Westfalen und in großen Teilen des restlichen Bundesgebietes mit den Lichtspielhäusern das letzte Glied der Filmgestaltungs- und Verwertungskette zu 100 Prozent digitalisiert sein. Damit findet ein Transformationsprozess sein vorläufiges Ende, der in den 70ern mit ersten digitalen Bildbearbeitungen sehr zögerlich begann, um dann ab der Jahrtausendwende sich äußerst rasant zu vollziehen.“

Programmkinos sind digital

Als unabhängige Programmkinos unter ähnlichem Anpassungsdruck standen, konnten sie dank gezielter Förderung – zumindest in NRW – weitestgehend komplett digitalisiert werden (bis Ende 2013). „Filmkultur 2.0“schlägt eine ähnlich konzertierte Exzellenzinitiative für die Filmfestivals, Filmhäuser und zahlreichen freien filmkulturellen Initiativen in NRW vor.

„Eine exzellente Studie zur notwendigen digitalen Exzellenzinitiative“, so Werner Ruzicka, Leiter der Duisburger Dokumentarfilmwoche. 

Aus eigener Kraft seien für die nichtkommerziell arbeitenden Initiativen viele der notwendigen Maßnahmen nicht umsetzbar. Es bedürfe einer landesweiten „Exzellenzinitiative für die Filmkultur“, um den niedrig budgetierten Einrichtungen sowie den freien filmkulturellen Initiativen den Anschluss an das digitalisierte Umfeld zu ermöglichen.

Filmerbe bewahren

Gefördert vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW evaluiert das Gutachten zahlreiche filmkulturelle Einrichtungen des Landes. Im wichtigen Bereich der Filmbildung fehlen laut Gutachten bereits jetzt Möglichkeiten, um die Zielgruppe überhaupt über digitale Kanäle in professioneller Weise zu erreichen. Auch bei der Archivierung fehle es an Mitteln, um zum Beispiel das Filmerbe des Landes NRW adäquat zu erhalten, geschweige denn weiter zugänglich zu machen.

(Redaktion)


 


 

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