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  • 03.12.2013, 03:15 Uhr
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  • Düsseldorf/Metropole Ruhr
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NRW.Bank muss Gründer fördern

Im Ruhrgebiet fehlen zehntausende Selbstständige

14,3 Milliarden Euro betragen die Forderungen der NRW.Bank gegenüber den hoch verschuldeten Kommunen Nordrhein-Westfalens. Geld, das dort fehlt, wo die Förderbank eigentlich ihren Schwerpunkt hat: im Bereich der Gründungs- und Wachstumsfinanzierung.

„Hier fehlen uns zehntausende Selbstständige, die den Strukturwandel vorantreiben“, beklagt Herbert Schulte, Landesgeschäftsführer vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW); die derzeitige Finanzsituation verhindere so die notwendige Strukturanpassung der Wirtschaft durch Unternehmensneugründungen.

Mittelstand fordert Revision

Schulte fordert daher eine generelle Revision der Kreditstrategie zur Förderung der Gründungsdynamik: „Die NRW.Bank hat einen eindeutigen Förderauftrag und soll Projekte der mittelständischen Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen finanzieren. Die Finanzierung kommunaler Schulden zählt nicht zu den Kernaufgaben der Bank. Hier stehen Bund und Land NRW in der Pflicht, Schritte zu einer effektiven Reform der Kommunalfinanzen vorzubereiten und gesamtgesellschaftliche Ausgaben wie die Wiedereingliederungshilfe gerechter zwischen den Gebietskörperschaften zu verteilen und dem Finanzierungsdruck der Kommunen wirksam entgegenzuwirken.“ Die stabile Entwicklung des Steueraufkommens biete der Politik ein einmaliges Zeitfenster zur Konsolidierung der Staatsfinanzen. Das gelte für alle Ebenen und schaffe den notwendigen Spielraum, das kommunale Kreditvolumen der NRW.Bank abzutragen und die Kommunen aus der Schuldenfalle zu befreien. „Dieser Aspekt spielt gerade vor dem Hintergrund der geringen Investitionsspielräume der Städte eine große Rolle“, so Schulte.

Selbstständigen-Lücke schließen

Die Zukunft der NRW.Bank sieht Schulte vor allem als Institut zur Förderung einer dynamischeren Gründerkultur.

„Die Selbstständigenquoten in den großen Städten des Ruhrgebiets liegen mit 7,5 Prozent deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt von etwa 11 Prozent.“

Mit einer strategischen Korrektur ihres Kreditgeschäfts könne, so Schulte, die NRW.Bank das dürftige Volumen im Rahmen der Gründerförderung von derzeit 350 Millionen Euro im laufenden Jahr deutlich anheben und die Selbstständigenlücke schrittweise schließen. Ein Ansatz wäre die Wiederaufnahme der seinerzeit sehr erfolgreichen Finanzierung von Unternehmensgründungen aus der Arbeitslosigkeit heraus bei gleichzeitiger Flankierung durch Angebote wie das Gründercoaching.

(Redaktion)


 


 

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