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Online-Studie

Teenager geben Social Networks den Vorrang vor der E-Mail-Kommunikation

Social Networking ist zwar ein Megatrend, doch die aktive Teilnahme am Web 2.0 bleibt in Deutschland weiterhin verhalten. Dies haben Experten der ARD/ZDF-Medienkommission auch in diesem Jahr festgestellt.

Die ARD/ZDF-Onlinestudie verfolgt den Web-2.0-Markt seit sechs Jahren und untersucht neben dessen Entwicklung die verschiedenen Umgangsformen mit dem Internet.

Immer noch werden E-Mails häufiger genutzt als Soziale Netzwerke. Nur bei den Teenagern gibt es eine Zeitenwende. Der Austausch über private oder berufliche Communitys liegt bei ihnen 2011 erstmals vor der E-Mail- Kommunikation. 80 Prozent der 14- bis 19-jährigen Onliner nutzen Xing, Facebook oder andere Netzwerke, aber nur 78 Prozent empfangen und senden mindestens einmal wöchentlich E-Mails.

Rainer Stumpf, Pressesprecher des ZDF in Mainz, erklärt dies gegenüber pressetext folgendermaßen: "Grundsätzlich ist die gesamte Internetnutzung in den jüngeren Altersgruppen höher, und somit ist auch das Nutzungspotenzial einzelner Funktionen bei Jüngeren höher." Zudem komme der Schneeballeffekt hinzu, bei dem Jugendliche sich schneller in einer Community registrieren, wenn bereits mehrere Freunde von ihnen registriert sind. Die aktiven, zumindest "etwas interessierten" Mitmacher im Web 2.0 bleiben jedoch auch in diesem Jahr unter der 30 Prozent-Marke. wikipedia.de dient eher der Informationsbeschaffung. 97 Prozent der Nutzer haben hier schon einmal Informationen abgerufen, aber nur ein Prozent Informationen eingestellt.

Aktive Mitmacher nur in sozialen Netzwerken

"Für die überwältigende Mehrheit der Onliner ist das Produzieren von ,User Generated Content' uninteressant", lautet das Fazit der Studie. Somit ist das derzeitige Nutzungverhalten der Menschen noch weit entfernt von der Grundidee des "Mitmachwebs" von Tim O'Reilly, bei dem jeder User einen Beitrag zum Netzwerk leisten soll. Nur die Nutzung der privaten Communitys wie Facebook, steigt immer weiter an. 42 Prozent aller Onliner haben ein Profil. Diese werden dazu genutzt, sich darüber zu informieren, was im eigenen Netzwerk passiert. Aber immerhin 58 Prozent der aktiven Onliner haben kein Profil in einer privaten Community, meist weil sie andere Wege nutzen, um mit ihren Freunden zu kommunizieren oder weil sie Angst vor Datenmissbrauch haben

(pressetext.com)


 


 

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