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Sicherheit

Fingerabdruck statt Passwort

Die Dortmunder Sodos GmbH hat mit GAUS24 (Global Authentication Service) einen neuartigen Dienst entwickelt, mit dessen Hilfe sich Internetnutzer keine Passwörter mehr merken müssen. Stattdessen identifizieren sie sich über einen Fingerabdruck.

Bis heute werden Internetnutzer, die Portale, Online-Shops oder zugangsgeschützte Webseiten nutzen wollen, meist mit einem Login und Passwort identifiziert. Für jeden weiteren Account muss ein neuer Login und ein weiteres Passwort angelegt werden. Doch spätestens nach der 3. oder 4. Login-Passwort-Kombination ist es gar nicht mehr so einfach, diese Daten ordentlich zu verwalten und immer parat zu haben.

Hier verspricht die Dortmunder Sodos GmbH mit ihrem Service GAUS24 (Global Authentication Service) Abhilfe. Das System vergleicht die biometrischen Daten des Fingerabdrucks, die zur Identifizierung des Nutzers übertragen werden, mit den Daten, die während der erstmaligen Registrierung gespeichert wurden. Im Ergebnis wird eine einzigartige Nummer des Nutzers bestimmt, die zum Webservice, der die Anfrage generiert hat, weitergeleitet wird.

Der Rechner des Nutzers muss dazu mit einem Fingerabdruckscanner und dem Programm GAUS.Client ausgerüstet sein. GAUS.Client dient dazu, das Zusammenwirken zwischen dem Fingerabdruckscanner und dem entsprechenden Programm des externen Services, der die Leistungen vom GAUS in Anspruch nimmt, zu gewährleisten. Das Programm des externen Services wirkt seinerseits mit GAUS.SERVER zusammen, dem Server zur Verarbeitung und Verwaltung von biometrischen Daten.
Für die Integration des Services in eine Website oder einen Onlineshop registriert man sich unter www.gaus24.com und erhält einen Code, der in den Quellcode der jeweiligen Seite hineinkopiert werden muss.

"Mit der entsprechenden Hardware gibt es heute keine Probleme", ist das Dortmunder Unternehmen überzeugt. Es gebe auf dem Markt zahlreiche Hersteller, die sich auf die Entwicklung und Herstellung von verschiedenen Fingerprintlesegeräten spezialisiert haben. Man finde heute außerdem integrierte Fingerprintreader bereits in Laptops, Mäusen oder Tastaturen.

Aber das Dortmunder Unternehmen - aus einer deutsch-ukrainischen Forschungskooperation entstanden - bietet seine Kunden noch eine Reihe von weiteren nützlichen Diensten an. Zum Beispiel biometrische Captcha. Wer diese Zugangsmethode benutzt, braucht keine verzerrten Zeichen von Bildern abzulesen. Es reicht lediglich einen Finger auf den Fingerprintreader zu legen und schon hat der Benutzer dem Portal gegenüber bewiesen, dass er kein Computer ist.

Ein weiterer Service nennt sich CardCheckService. Mit diesem Dienst kann ein Nutzer, der mit der Kreditkarte im Internet bezahlt, als Person identifiziert werden, der diese Karte tatsächlich gehört. Aus Sicherheitsgründen werden dabei keine Bilder von den Fingerabdrücken gespeichert oder durch das Netz geschickt. Sondern auf dem Computer des Nutzers entstehen mittels eines Clients verschiedene Templates, die mit den persönlichen Daten der Nutzer physisch und geografisch auf verschiedenen Servern aufbewahrt werden. Während der Identifikation wird auf dem Computer des Nutzers vielmehr ein Datenpaket erstellt, das beim Versenden durchs Netz zusätzlich verschlüsselt wird. Außerdem ergibt sich bei jedem Einscannen des gleichen Fingers ein einzigartiges Abdruck, der von der Drehung des Fingers um zwei Achsen, Aufdruckkraft etc. abhängt. Dadurch unterscheidet sich jedes Datenpaket, das von dem gleichen Finger bei jedem Einlesen erstellt wird.

"Wir hinterlassen auf dem Server von jedem Scannvorgang einen Hash, der beim Eingehen mit den bereits bestehenden verglichen wird", so die Dortmunder. Sollte der Service zwei absolut identische Datenpakete bekommen, wird die Identifikation abgelehnt. Und zu aller Letzt können die Nutzer unseres Services eigenhändig die Identifikationsregeln erstellen. In diesem Fall wird eine Person nur dann erfolgreich identifiziert, wenn sie sich z.B. mit zwei registrierten Fingern in einer bestimmten Reihenfolge anmeldet. Die gleichen Finger, in einer anderen Reihenfolge, werden dagegen von dem Service nicht akzeptiert.

(Redaktion)


 

 

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