30.11.2010  09:11 Uhr

Pilotprojekt
Mit dem richtigen Navi kommt der Brummi besser ans Ziel

Mülheim. Nach Abschluss eines zweijährigen Pilotprojektes in den Städten Dortmund und Hamm steht fest: Lkws lassen sich mit Hilfe neuer intelligenter Navigationskarten besser durch das städtische Verkehrsnetz leiten.

Beteiligt haben sich an diesem Projekt die Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH, die Industrie- und Handelskammer zu Dortmund, die Städte Dortmund und Hamm, das Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik und die LOGIBALL GmbH. "Mit diesem Pilotprojekt", so Prof. Uwe Clausen, Leiter Fraunhofer IML Dortmund,"ist nun empirisch belegt, welche wichtige Rolle "das Navi" für Lkw-Fahrer spielt und, dass wir mehr qualitätsgesicherte LKW-spezifische Informationen in die Fahrzeuge bekommen müssen."

Ein Kernbestandteil des gemeinsamen Projektes war die Beantwortung der Frage: Mit welchen Hilfsmitteln finden Lkw-Fahrer ihr Ziel und auf welche Probleme stoßen sie unterwegs. Beteiligt haben sich daran 200 Testpersonen in Dortmund und Hamm. Wichtigste Erkenntnis ist: Das größte Zukunftspotenzial, Lkw schnell und stadtverträglich durch unsere Kommunen zu lotsen, hat die Satellitennavigation. Der Schlüssel zum Erfolg sind bessere Kartengrundlagen. Damit spart der Fahrer nicht nur Umwege und damit Zeit und Kosten für die Unternehmen, sondern der Ausstoß von Emissionen wie Lärm und Abgase wird deutlich verringert. Darüber hinaus erhöht sich in nicht unerheblichem Maße die Verkehrssicherheit.

Seit Jahren stellen die Städte Dortmund und Hamm kostenlos Stadtpläne zur Verfü-gung, die speziell für die Ansprüche von Lkw-Fahrern angefertigt wurden. Hamm hat als erste Kommune bundesweit 2001 einen Lkw-Routenplan im Internet veröffentlicht, der 2009 aktualisiert wurde. Dortmund hat 2005 einen Lkw-Routenplan aufgelegt, der Angaben über Durchfahrtshöhen, Tonnagebeschränkungen, Tempo-30-Zonen und Gewerbegebiet enthält. Ein entscheidender Nachteil dieser Produkte ist jedoch, dass sie entweder nur in Papierform oder als Online-Version vorliegen und Ortsfremde nicht erreichen. Als Bestandteil von Navigationskarten sind die Daten weltweit für Jedermann verfügbar. Das wurde im Rahmen des Pilotprojektes für Dortmund und Hamm umgesetzt.

Ab nächstem Jahr stehen die Daten in neuen Navigationsgeräten zur Verfügung. Die Navigation in diesen Städten wird dann deutschlandweit die qualitativ beste sein. Dieser Wettbewerbsvorteil soll dann vom Westfälischen Ruhrgebiet auf die gesamte Metropole Ruhr ausgedehnt werden. Voraussetzung hierfür ist, dass die Kommunen die Daten erarbeiten und auf einer einheitlichen, in öffentlicher Trägerschaft laufenden Plattform bereitstellen werden, die kompatibel für die verschiedenen Anwendungen ist.


 

(Redaktion)

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  • Dortmund und Hamm

Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © Castrol



 


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