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  • 26.04.2019, 15:19 Uhr
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  • Berlin
POLITIK

Europawahl 2019 - Tiergesundheit auch eine europäische Aufgabe

Am 19. Mai sind alle wahlberechtigten EU-Bürger aufgefordert, die Mitglieder des Europaparlaments neu zu bestimmen.

In unserem Alltag spielen Tiere eine große Rolle. Ihr Wohlergehen wird den Menschen dabei immer wichtiger. Die europäische Tiergesundheitsindustrie hat daher klare Erwartungen an die Politik, um auch künftig moderne Lösungen, die die Gesundheit sowie die Lebensqualität von Tieren und auch Menschen schützen, bereitstellen zu können. Sechs konkrete, für die nächsten fünf Jahre besonders relevante Aktionspunkte zum Schutz der Tiergesundheit wurden formuliert. http://ots.de/Zdm0bM

Gesunde Tiere bilden die Basis für eine sichere, qualitativ hochwertige und Ressourcen schonende Nahrungsmittelversorgung und für ein aktives und unbeschwertes Zusammenleben von Menschen und ihren Haustieren.

Tierarzneimittel und das Know-How der Tiergesundheitsunternehmen in vollem Umfang einzusetzen ist ein wesentlicher Teil der Lösung. Europa ist noch stets Heimat einiger der weltweit führenden Tiergesundheitsunternehmen. Rund 50.000 Arbeitsplätze in Europa sind mit dem Sektor verknüpft. Europa ist nach den USA der zweitgrößte Tierarzneimittelmarkt mit über 6 Milliarden Euro Umsatz. Mit rund 800 Millionen Euro zählt Deutschland zu den führenden Märkten. Im Kontext der Kontrolle der Resistenzentwicklung beim Menschen trägt der Sektor strikte Maßnahmen zur Anwendung und Kontrolle von Antibiotika mit. Die Antibiotikaabgabemengen in der Tiermedizin in Deutschland gingen seit 2011, um fast 60 Prozent zurück. Verstärkt wird in die Krankheitsvorbeuge investiert, z.B. durch die Impfung aber auch in digitale Lösungen zur Nutzung der Vielzahl vorliegender Gesundheitsparameter.

Um auch künftig neue Wege zur weiteren Verbesserung der Tiergesundheit zu finden, setzt die Tiergesundheitsbranche auf die Unterstützung von Europas Entscheidungsträgern. Die politischen Vorgaben aus Europa sind wichtiger Baustein, um den Weg zu ebnen, um wirksamere Impfstoffe, schnellere und genauere Diagnosetests und eine breite Palette von innovativen Lösungen für Tiergesundheit und Tierschutz zu entwickeln.

Ein Europa, dessen politischer und ordnungspolitischer Rahmen eine faktenbasierte Regulierung und eine offene Innovationskultur für den Tiergesundheitssektors gewährleistet, trägt auch zu einer nachhaltigeren Zukunft für alle bei.

In einem Manifest hat der Sektor detaillierter dargestellt, welche Schritte als wichtig erachten werden, damit die EU aktiv zum Schutz der Tiergesundheit vorangehen kann: Manifest 2019: http://ots.de/GGMhSB

Manifest 2019: Sechs Wege zu mehr Tiergesundheit

1. Gewährleistung einer wissenschaftsbasierten Entwicklung und Anwendung innovativer Tiergesundheitsmittel. 
2. Unterstützung der wissenschaftlichen Arbeit der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA). 
3. Verstärkte Grundlagenforschung auf nationaler und internationaler Ebene, beispielsweise in Initiativen wie Horizon Europe, für die 
Entwicklung der nächsten Generation von Impfstoffen und anderen therapeutischen Möglichkeiten. 
4. Förderung eines innovationsfreundlichen regulatorischen Umfelds, das die zeitnahe Nutzung neuer wissenschaftlicher Fortschritte zu 
Tierarzneimitteln erlaubt. 
5. Förderung integrierter Therapiekonzepte zur Bekämpfung von Krankheiten und zur Kontrolle von Antibiotikaresistenzen. 
6. Entwicklung einer Innovations-Strategie und Förderung des Bewusstseins darüber wie neue Instrumente dazu beitragen, Tierseuchen
und neu auftretende Krankheiten zu bekämpfen. 
Quelle: AnimalhealthEurope 

Der Bundesverband für Tiergesundheit e.V. (BfT) vertritt die führenden Hersteller von Tierarzneimitteln (Pharmazeutika und Biologika), Diagnostika und Futterzusatzstoffen in Deutschland. Die 23 Mitgliedsunternehmen sind in der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung dieser Produkte aktiv und repräsentieren dabei mehr als 95 % des deutschen Marktes. Der BfT ist korporatives Mitglied im Verband der Chemischen Industrie (VCI), im Weltverband der Tiergesundheitsindustrie (HealthforAnimals) und im europäischen Verband der Tiergesundheitsindustrie (AnimalhealthEurope).

(Redaktion)


 

 

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