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Essener Unternehmen schießen gegen Mindestlohn-Vorhaben

In Berlin sind die Verhandlungen zum Koalitionsvertrag abgeschlossen. Der Essener Unternehmensverband (EUV) sehen darin wesentliche Punkte zulasten der Wirtschaft. Besonders der gesetzliche Mindestlohn ist in der Schusslinie.

„Ich befürchte, dass der gesetzliche Mindestlohn Spuren auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen wird, auch hier in Essen“, so EUV-Hauptgeschäftsführer Ulrich Kanders. Denn der Mindestlohn wird Arbeitslosen den Einstieg in die Arbeitswelt zusätzlich erschweren. Auch die Neuregelungen für Zeitarbeiter werden zu Lasten der Schwächsten auf dem Arbeitsmarkt gehen, so Kanders. Da Zeitarbeiter nur noch maximal achtzehn Monate verliehen werden dürfen und nach neun Monaten genau so viel verdienen, wie die Stammbelegschaft, wird die Brückenfunktion erheblich geschädigt.

Mehr Bürokratie

Insgesamt sieht der Verband mehr bürokratischen Aufwand auf die Unternehmen zukommen, beispielsweise auch beim Rückkehrrechtin einen Vollzeitjob nach familiär bedingter Teilzeitarbeit: „Wenn die Rückkehr von Teilzeitbeschäftigten scheitert, dann an fehlender Kinderbetreuung. Deshalb hilft ein Rückkehrrecht in Vollzeit den Betroffenen nicht, führt aber zu mehr Bürokratie und mehr befristeten Einstellungen“, so Kanders. Auch die Mütterrente und die vorgesehene Rente ab 63 sehen die Unternehmen kritisch, denn diese Maßnahmen werden jährlich zweistellige Milliardenbeträge kosten. So werden die Lohnzusatzkosten langfristig steigen müssen.

Positiv dagegen, sehen die Essener Unternehmen die Übergangsfrist für geltende Tarifverträge bis Ende 2016.  Auch die Wiederherstellung der Tarifeinheit gefällt der Essener Unternehmensverband.

(Redaktion)


 


 

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