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Projekt SimplyCity

Abschied vom Schilderwald

Das Projekt "SimplyCity" in Mülheim an der Ruhr ist gestartet. Es beschreibt ein neues Stadt- und Mobilitätskonzept, das im Sinne des Leitgedankens „Weniger ist mehr“ das Leben in der Stadt und insbesondere die Mobilität aller Verkehrsteilnehmer konsequent vereinfachen will.

NRW-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper hat in dieser Woche in Mülheim an der Ruhr das Modellprojekt „SimplyCity“ für mehr Sicherheit und Über­sichtlichkeit im Straßenverkehr gestartet. Gemeinsam mit der Ober­bürgermeisterin der Stadt Mülheim, Dagmar Mühlenfeld, und dem ADAC-Präsidenten Peter Meyer verhüllte Lienenkämper mit einer Plastikhülle das erste von zahlreichen Verkehrszeichen, die künftig entfallen sollen.

„SimplyCity folgt der Devise ‚Weniger ist Mehr!’ Wir wollen ausgewählte, überflüssige Verkehrszeichen und Wegweiser verhüllen. Ziel ist, den Verkehr übersichtlicher zu gestalten und die Orientierung zu erleichtern. Kurz gesagt: Wir wollen den Schilderwald lichten“, erklärte der Minister die Aktion.

Eine Kommission aus Vertretern der Stadtverwaltung, der Polizei, des ADAC, der Bezirksregierung Düsseldorf und des Verkehrsministeriums hat in drei definierten Modellgebieten Mülheim-Heißen, Mellinghofer Straße und City/Leineweberstraße Verkehrszeichen und Wegweiser ausgewählt, die aus Sicht der Kommission überflüssig oder kontra­produktiv sind. Im Rahmen einer zwei Monate dauernden Versuchs­phase werden diese zunächst provisorisch verhüllt. Damit wird ihre ver­kehrsrechtliche Wirkung aufgehoben und die neue Situation erprobt.

Nach der „Probezeit“ wird die Situation in den Modellgebieten ab­schließend geprüft. Die in der Probezeit gewonnenen Erfahrungen zu Verkehrsfluss und Verkehrssicherheit, aber auch das Feedback aus Politik und Bürgerschaft wird dabei berücksichtigt. Die tatsächlich überflüssigen Schilder werden schließlich demontiert.

„Nach unseren Schätzungen sind von den rund 20 Millionen Verkehrs­schildern auf deutschen Straßen über ein Drittel überflüssig. Der ADAC fordert daher seit Jahren, die Zahl der Verkehrsschilder im Straßenraum deutlich zu verringern. Denn ein Kraftfahrer kann in der Regel nicht mehr als drei bis vier Verkehrszeichen in kurzer Zeitabfolge wahr­nehmen und beachten“, so ADAC-Präsident Meyer.

Der Abbau von Schildern ist der erste Schritt von „SimplyCity“. In weiteren Schritten sollen deplatzierte Einbauten entfernt und die Ver­kehrsführung vereinfacht werden. Letztlich geht es auch darum, mehr Bewegungs- und Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum zu schaffen. Ein weiteres Pilotprojekt für SimplyCity beginnt demnächst in Arnsberg.

Zeitgleich mit dem Projektstart wurde das Internetportal www.simply-city.de frei geschaltet. Hier finden die Bürger weitere Informationen und können Ideen oder Kritik einbringen.

(Redaktion)


 

 

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