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Raimund Kummer enthüllt seine „Schwelle“ neu

Vor dem Hintergrund der Veranstaltungsreihe „Neuenthüllungen“ wird als drittes von insgesamt fünf sanierten Kunstwerken Raimund Kummers Werk "Schwelle" neuenthüllt. Das Event verschiebt sich aus organisatorischen Gründen auf Freitag, 20. September.

Auf Initiative der RuhrKunstMuseen werden fünf ausgewählte Kunstwerke im öffentlichen Raum gereinigt, saniert und erneut eingeweiht. Bereits der Öffentlichkeit präsentiert wurden die von Isa Genzken und Gerhard Richter gestaltete U-Bahn-Haltestelle „König-Heinrich-Platz“ in Duisburg und Wolf Vostells „La Tortuga“ am Theaterplatz in Marl. Am 20. September um 17 Uhr (vormals angekündigt für den 19. September, 18 Uhr) folgt das dritte Kunstwerk: Raimund Kummers „Schwelle“ in Essen (Emscher Park, Lohwiese 46).

Sieben Meter hohes Tor im Grün

Für die Ausstellung „Im Auftrag – Kunst im öffentlichen Raum“, zu der das Museum Folkwang Künstler eingeladen hatte, Werke für die Stadt zu schaffen, realisierte der Bildhauer Raimund Kummer 1987 seine „Schwelle“. Inmitten eines wild bewachsenen Grundstücks ragt ein über sieben Meter hohes Tor in die Höhe. Mit zwei bewegbaren Flügeltüren kommt das Objekt einem Werkstor gleich und spielt auf die industrielle Vergangenheit der Region an. Doch wozu dient eine Tür, wenn es keinen Innen- bzw. Außenraum gibt? 

Eine Schwelle markiert eine Grenze, die ein müheloses weitergehen verhindert. Wer die Einladung zur Überschreitung der Schwelle annimmt, dem eröffnen sich neue Perspektiven. So steht Kummers Schwelle nicht nur für den Abschied von einer industriellen Vergangenheit, sondern zugleich für den Ausblick auf ein neues Zeitalter der Region, die im Wandel begriffen ist.

Anlässlich dieser Neuenthüllung werden unter anderem Prof. Dr. h.c. Walter Smerling, Sprecher der Projektgruppe Kunst im öffentlichen Raum, Dr. Mario-Andreas von Lüttichau, Kurator Museum Folkwang und Prof. Dr. Wolfgang Heit, Vorsitzender des Vorstands der Brost-Stiftung sprechen. Auch der Künstler selbst wird anwesend sein. 
Anmeldungen werden unter [email protected] oder Telefon 0208.899 59 141 entgegengenommen.

Der Künstler
Der bildende Künstler Raimund Kummer wurde am 15. März 1954 in Mengeringhausen geboren. Er studierte Philosophie und Religionswissen- schaften an der Freien Universität in Berlin und an der Hochschule der Künste in Berlin. Nach dem Studium gründete er die Künstlergruppe Büro Berlin. Die Mitglieder der Gruppe wurden in den 1980er Jahren insbesondere mit temporären Arbeiten im öffentlichen Raum bekannt. In diesem Zusammenhang hielt sich Kummer zu längeren Studienaufent- halten in New York, Paris und Rom auf. Mit Beendigung des Studiums gibt Kummer die Malerei auf und entdeckt im Raum der Großstädte seine Faszination für vorgefundene skulpturale Situationen, die er mit Hilfe der Fotografie festhält. Mit seinem fotografischen und bildhauerischen Werk hat Raimund Kummer an der Erweiterung des Material- und Skulpturbegriffs gearbeitet. Kummer ist seit 2007 Mitglied der Akademie der Künste in Berlin, wo er, neben seinem Zweitwohnsitz in Italien, lebt.

(Redaktion)


 


 

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