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Web-Kongress

Public Relations im Jahr 2049: Nur Kaffeesatzleserei?

Vierzig Jahre in die Zukunft will die PR-Agentur Koob aus Mülheim an der Ruhr demnächst blicken. Auf einem Kongress im Web. Mit einer Reihe von renommierten Referenten. Aber wer kann heute schon sagen, wie die Öffentlichkeitsarbeit in vier Jahrzehnten aussehen wird?

Als "erster virtueller Kongress" wird die Veranstaltung "PR 2049" großspurig angekündigt. Vom 21. bis 25. September 2009 soll sie im Web Journalisten, PR-Macher, Studenten und interessierte Internet-User aus ganz Deutschland zusammenbringen. Auf http://www.PR-2049.de referieren während dieser Zeit renommierte Kommunikationsprofis per Video und Podcast über die Kommunikation in 40 Jahren. So z.B. der Leipziger Professor für Öffentlichkeitsarbeit/PR Professor Dr. Günter Bentele, der Unternehmenskommunikationsexperte Professor Dr. Lothar Rolke von der FH Mainz und der ehemalige Agent von Michael Jackson und US-amerikanische PR-Guru Michael Levine aus Los Angeles. Der Creativdirektor von  Lycos Europe Oliver Wagner und der Zukunftsberater Lars Thomsen aus der Schweiz geben ebenfalls ihre Einschätzung zu den Veränderungen der Kommunikation in der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts.

Initiiert wird die Veranstaltung von der Mülheimer PR-Agentur Koob anlässlich ihres 40-jährigen Jubiläums. Deren drei Geschäftsführer Matthias Rosenthal, Peter Richter und Markus Umbach wollen im Rahmen des Programms das Agenturgeschäft der Zukunft beleuchten. Via Live-Chat und Twitter - so die Ankündigung - können sich die User in die anschließende Diskussion einklinken. Auf der Website  des virtuellen Kongresses sollen au0erdem alle Fachbeiträge während des Kongresszeitraums als Video- oder Audiodatei sowie in Textversion freigeschaltet werden.

Das Vortragsprogramm im Überblick:

Montag, 21. September 2009

* Professor Dr. Günter Bentele, "Wie wird sich in den nächsten 40 Jahren das Verhältnis zwischen Journalismus und PR entwickeln?" (Live-Chat 15 bis 17 Uhr)

Dienstag, 22. September 2009

* Matthias Rosenthal, "Was leistet eine PR-Agentur im Jahr 2049?" (Live-Chat 11 bis 13 Uhr)

* Professor Dr. Lothar Rolke, "Wie wird PR-Leistung in 40 Jahren gemessen und bewertet?" (Live-Chat 15 bis 17 Uhr)

Mittwoch, 23. September 2009

* Peter Richter, "Was ändert sich für die Agentur der Zukunft?" (Live-Chat 11 bis 13 Uhr)

* Michael Levine, "How will Guerilla PR look in 2049?" (Live-Chat 20.30 bis 21 Uhr) Donnerstag, 24. September 2009

* Markus Umbach, "Wie kommuniziert die Agentur der Zukunft?" (Live-Chat 11 bis 13 Uhr)

* Oliver Wagner, "Social Media 2049" (Live-Chat 15 bis 17 Uhr)

Freitag, 25. September 2009

* Lars Thomsen, "Können wir in 40 Jahren überhaupt noch lesen und schreiben?" (Live-Chat 11 bis 13 Uhr)

Nun sind Webkonferenzen mit Live-Chats und Twitter-Integration erst mal nicht so etwas sensationell Neues. "Erster virtueller Kongress" klingt da sehr nach übertriebener Eigen-PR. Und der Zeithorizont, der bei der Veranstaltung betrachtet werden soll, scheint sehr gewagt. Denn hätte man im Jahr 1969 nach der PR 40 Jahre später gefragt, hätte wohl niemand das Internet oder gar Twitter und Facebook ins Spiel gebracht. Von daher dürfte das Motto des Events eher in Kaffeesatzleserei enden. Aber es wäre ja auch schon etwas, wenn PR-Experten sich über die Zukunft ihrer Zunft in den nächsten 2-3 Jahren austauschen würden.

(Redaktion)


 


 

Matthias Rosenthal
Peter Richter
Markus Umbach
Dr. Günter Bentele
Günter Bentele
Lothar Rolke
Michae

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1 Kommentar

von YS
26.08.09 17:32 Uhr

„Das eigentlich Wertvolle ist im Grunde die Intuition.“ Das wusste schon Albert Einstein. Diesen Grundsatz hat sich KOOB zu Herzen genommen und hat statt eines angestaubten Rückblicks auf die letzten 40 Jahre den Blick in die andere Richtung gewagt. Natürlich ist es sehr viel einfacher über die Entwicklungen der PR in den nächsten 2 bis 3 Jahren zu debattieren, aber was wäre daran der Reiz des Neuen, des Unerwarteten? Die Jahreszahl 2049 resultiert aus dem 40-jährigen Agentur-Jubiläum von KOOB, aber jedem Teilnehmer ist frei gestellt, ob er seinen Ideen für die nächsten 10, 20 oder auch 30 Jahre einbringen möchte. Nur, würden wir heute im Internet diskutieren, wenn die früheren Erfinder ihre Ideen für die Zukunft stets auf die nächsten 2 oder 3 Jahre beschränkt hätten?

Beste Grüße

 

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