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  • 21.10.2009, 15:25 Uhr
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  • Bochum
Research in Motion

Der erste BlackBerry aus Bochum

Das vor einem Jahr in Bochum eingerichtetete Forschungs- und Entwicklungszentrum des kanadischen Smartphone-Herstellers Research in Motion (RIM) konnte heute sein erstes Arbeitsergebnis präsentieren: Den BlackBerry Bold 9700. Der "BochumBerry" ist kleiner und flacher als sein Vorgänger - mit erweiterten Funktionen.

Ein großes internationales Presseaufgebot versammelte sich heute in Bochums RewirPower-Stadion: Der kanadische Smartphone-Hersteller Research in Motion (RIM) präsentierte sein neuestes Modell - den BlackBerry Bold 9700. Die Ruhrgebietsstadt wurde nicht umsonst für den Launch des neuen RIM-Flagschiffes gewählt. Denn das europäische Research & Development Center der Kanadier befindet sich auf dem Campus der Bochumer Ruhr-Universität und ein Team von 110 Industriedesignern, Entwicklern, Ergonomieexperten und Testingenieuren hat den "BochumBerry" komplett innerhalb von etwas über 12 Monaten entwickelt. Üblich sind 15 bis 16 Monate. Aus gutem Grund lobte RIM-Chef Mike Lazaridis die "german Gründlichkeit" bei seiner Präsentation.

Fast 100 offene Stellen im Ruhrgebiet

Seit dem Start des Forschungszentrums vor etwa einem Jahr hat sich die Zahl der Mitarbeiter in den Entwicklungs- und Testlabors, in denen sich inzwischen Ausrüstung für rund 8 Millionen Euro befindet, von 120 auf 210 erhöht. "Und wir suchen händeringend immer noch 50 bis 60 Ingenieure", berichtete Thorsten Heins, Senior-Vicepresident BlackBerry bei RIM. Denn zu den derzeit zwei Entwicklungsteams, die parallel jeweils ein komplettes Smartphone neu entwickeln, soll demnächst ein drittes kommen. Und in der Nachbarschaft des Ruhruni-Campus wollen die Kanadier im ehemaligen Gebäude von ThyssenKrupp Automotive Anfang 2010 ein neues Testzentrum eröffnen. Auch hier sind 50 bis 60 offene Stelle zu besetzen. Insgesamt will Research in Motion den Standort Bochum in den nächsten drei bis vier Jahren auf über 500 Mitarbeiter ausbauen. Rund 45 Millionen Euro wurden bereits investiert, weitere 20 sollen folgen.

Wurden beim Start letztes Jahr rund 90 Spezialisten vom Bochumer Handyhersteller Nokia übernommen, der seine Produktion aus dem Ruhrgebiet nach Rumänien verlagert hat, ist dieses Arbeitskräftereservoir mittlerweile  erschöpft. "Wir suchen Leute aus allen Branchen, zum Beispiel auch aus der Automobilindustrie", so Heins. Durch die Kooperation mit den Hochschulen in der Region und der Vergabe von 12 Stipendien für begabte Studenten will man Nachwuchskräfte an sich binden. "Wir sollten nicht nur immer über die hohen Personalkosten in Deutschland reden, sondern auch über die Effizienz der Arbeit hier", sagte Thorsten Heins. Dem Einsatz des ehemaligen Leiters der Handy-Sparte von Siemens (inzwischen längst abgewickelt) ist es zu verdanken, dass sich RIM im Ruhrgebiet angesiedelt hat. Die Nähe zur Universität - so Heins - sei dabei bewusst gewählt worden, auch in Kanada habe RIM seinen Sitz mitten auf dem Campus mehrerer Hochschulen.


 

 

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