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Ruhr Museum

Ausstellung in der Riesenmaschine

5.000 Quadratmeter Ruhrgebiets-Geschichte - das ist das neue Ruhr Museum, das heute auf dem Welterbe Zollverein in Essen seine Pforten öffnet. Morgen ist die Öffentlichkeit zum Tag der offenen Tür eingeladen.

Heute Mittag wird das neue Ruhr Museum in der Kohlenwäsche der Zeche Zollverein offiziell eröffnet. Es soll nach dem Plan seiner Macher das „historische Gedächtnis und Schaufenster der Metropole Ruhr“ sein. Die Dauerausstellung des „hybriden Museums“ zeigt die Natur- und Kulturgeschichte des größten Ballungsraumes in Europa. In einer modernen und populären Konzeption verbindet es die Natur- und Kulturgeschichte in einem integrativen Konzept und präsentiert die Mythen, Bilder und Phänomene des Ruhrgebiets, die ungeheuren Dimensionen der Erdgeschichte, die lange Geschichte der Industrialisierung ebenso wie deren Folgen und zukünftigen Perspektiven. Dabei nimmt das Ruhr Museum die wechselnden und imposanten Raumkonstellationen seines Ausstellungsgebäudes, der ehemaligen Kohlenwäsche der Zeche Zollverein, bewusst auf und verwebt sie mit seinen Inhalten.

Museumschef Prof. Dr. Ulrich Borsdorf räumt gleich mit einem Missverständnis auf: „Die Kohlenwäsche ist kein Gebäude, sondern eine riesige Maschine.“ Ihre Aufgabe bestand früher darin, mit Hilfe von Wasser die Kohle vom Gestein zu trennen. Die Konsequenz aus dieser Tatsache? „Bei dieser Maschine gab es keine Ein- und Ausgänge, was uns beim Umbau vor einige Probleme stellte“, wie der Museumsdirektor berichtet. Jetzt befördert die größten Rolltreppe Europas die Besucher nach oben auf eine Höhe von 24 Metern. Dort beginnt die Reise in die Vergangenheit.

Der Weg von oben nach unten

BUCHEMPFEHLUNG:

Das Konzept der Ausstellung berücksichtigt die vorgefundene Struktur der Riesenmaschine und fügt die Exponate und Themen entsprechend in die industrielle Umgebung ein. So folgt der Ausstellungsrundgang dem ehemaligen Weg der Kohle vom Foyer im Besucherzentrum auf der 24-Meter-Ebene durch das beeindruckende Treppenhaus in die unteren Etagen der Kohlenwäsche. Dabei sind die Ebenen 17, 12 und 6, in denen sich die Ausstellungsflächen des Museums befinden, den Kategorien Gegenwart, Gedächtnis und Geschichte zugeordnet. Auf allen Ebenen versucht die Ausstellung die Natur- und Kulturgeschichte des Ruhrgebietes in einem integrierten Konzept miteinander zu verbinden.

Denn das Ruhr Museum ist ein hybrides Museum, das mehrere Museumstypen unter einem Dach vereint – Geschichte, Naturkunde, Archäologie und Fotografie. Es geht zurück auf das 1904 gegründete Ruhrlandmuseum der Stadt Essen, eines der ältesten und traditionsreichsten Museen des Ruhrgebietes. „Der Name Ruhrland stammte allerdings aus der Nazizeit“, erinnert der NRW-Staatssekretär für Kultur und Medien Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff. Bis 2007 war das Ruhrlandmuseum. zusammen mit dem Museum Folkwang an der Goethestraße untergebracht, bis es dem in Kürze eröffneten Neubau des Museums Folkwang weichen musste und auf Zollverein einen neuen, größeren und spektakulären Standort gefunden hat.


 

 

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1 Kommentar

von Tom!
10.01.10 10:29 Uhr
Kugelpanorama des Treppenhauses des Ruhrmuseums

Unter http://bit.ly/6gZGov habe ich ein interaktives Kugelpanorama des von Rem Koolhaas gestalteten inneren Treppenhauses der Kohlenwäsche veröffentlicht. Schon der Weg zum RuhrMuseum ist spektakulär.

 

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