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Ruhr.2010

RuhrFigur in Position

Diese Kunst ist messbar. 100 Edelstahl-Figuren verbinden auf 50 Kilometern die beiden Standorte Duisburg und Dortmund – das Werk des Dortmunder Künstlers Wolfgang Schmidt.

„Meine RuhrFigur steht. Von Duisburg bis Dortmund.“ Der Glücklichste von allen, die zum Gelingen beigetragen haben, ist Wolfgang Schmidt selbst. „Ich freu mich jetzt schon darauf, alle 100 Standorte abzufahren. An einigen davon bin ich sogar von den Besitzern schon zur Sekt-Taufe vor Ort eingeladen.“ Am Freitag war die letzte der 100 und 2,50 Meter hohen Edelstahl-Figuren vor dem Atelier des Künstlers in Dortmund an der Immermannstraße aufgebaut worden. Und die Idee des Künstlers, dass die 100 Figuren mit Google Earth von oben betrachtet wieder eine einzige Figur ergeben, ist Wirklichkeit geworden.

Die RuhrFigur ist ein nachhaltiges, werteschaffendes Patenschafts-Angebot, für das die zweimalige Olympiasiegerin im Hochsprung, Ulrike Nasse-Meyfarth, die Schirmherrschaft übernommen hat. Seit vielen Jahren engagiert sie sich als eine der erfolgreichsten deutschen Leichtathletinnen für kulturelle und soziale Projekte. Ulrike Nasse-Meyfarth: „Die europäische Kulturhauptstadt RUHR 2010 fördert das zweifellos vorhandene kreative Potential dieser Region. Da entstehen tolle Ideen und Projekte, zu deren Gelingen ich gerne beitragen möchte. Sie haben unsere Aufmerksamkeit verdient. Und die RuhrFigur von Wolfgang Schmidt liegt mir besonders nahe. Mein Mann hat dazu eine verblüffende Erklärung: Irgendwie hat sie genauso lange Beine wie Du.“

Für den Künstler ist die langbeinige Gestalt die Formel, mit der er künstlerisch hantiert, die sein Werk bestimmt und der er sich immer wieder widmet. Sucht man in der Kunstgeschichte nach einem direkten Vergleich, wäre vielleicht Josef Albers so etwas wie ein Seelenverwandter. Beinahe 30 Jahre lang setzt Albers sich in seiner Serie „Hommage to the Square“ mit dem Quadrat auseinander. Obwohl sein Ansatz analytischerer Art ist und er das Verhältnis von Farben, Formen, Linien und Flächen zueinander systematisch untersucht, bleiben dem Betrachter die unerschöpflichen farbenfrohen Variationen der Quadrate in Erinnerung. Quadrate in allen Größen und Farben. So wie es Wolfgang Schmidts Figuren in sämtlichen Variationen gibt: „Aber da gibt es einen entscheidenden Unterschied, ich arbeite nicht mit geometrischen Formen, mein Quadrat ist die Figur“.

(Susan Tuchel)


 

 

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