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Über 13.000 Kreativunternehmen im Ruhrgebiet

Die Kultur- und Kreativwirtschaft im Ruhrgebiet hat sich in den letzten 30 Jahren zu einem wichtigen Wirtschafts- und Arbeitsmarktfaktor entwickelt. 13.200 Unternehmen und Selbstständige zählen mittlerweile zur Branche. Diese erzielten 2007 Umsätze in Höhe von 8,2 Milliarden Euro.

Die Kreativwirtschaft ist nicht nur ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, sondern auch Impulsgeber für die städtische Immobilienentwicklung. Eine Fachtagung im Dortmunder Harenberg City-Center brachte heute die Themen der Kreativ- und der Immobilienwirtschaft erstmals unter einem Dach zusammen. Neben internationalen Beispielprojekten standen - pünktlich zum Kulturhauptstadtjahr 2010 - die kreativen Orte der Metropole Ruhr im Mittelpunkt. Gastgeber Dortmund nutzte die Gelegenheit, um den internationalen Fachleuten das Kreativ.Quartier Dortmunder U vorzustellen.

Dass die Kultur- und Kreativwirtschaft weit mehr ist als ein Nischenmarkt , belegen die Zahlen. Laut dem Forschungsgutachten "Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung 2009" liegt sie bundesweit mit 719.000 abhängig Beschäftigen gleichauf mit der Automobilindustrie. Allgegenwärtig ist der Einfluss der kreativen Branchen dabei weit über ihren wirtschaftlichen Erfolg hinaus: Sie stoßen sichtbare Veränderungen innerhalb von Städten und Quartieren an. Wo früher Bier gebraut und Schokolade produziert wurde oder U-Bahnen fuhren, haben sich kreative Köpfe angesiedelt und prägen ihre Umgebung.

Neue Studie sieht Aufwärtstrend im Pott

Auch die Kultur- und Kreativwirtschaft im Ruhrgebiet hat sich in den letzten 30 Jahren zu einem wichtigen Wirtschafts- und Arbeitsmarktfaktor entwickelt. 13.200 Unternehmen und Selbstständige zählt sie mittlerweile. Das geht aus einer heute vorgestellten Analyse der Beratungs- und Planungsagentur STADTart in Dortmund hervor. Steigende Betriebs- und Umsatzzahlen in  der Kultur- und Kreativwirtschaft zeigen danach, dass die Wirtschaftsbranche in der  Region auf  Wachstumskurs ist.

Im Detail kommt die Analyse zur Kultur- und Kreativwirtschaft  im Ruhrgebiet zu folgenden Ergebnissen:

  • Bei einem  Anteil der Kultur- und Kreativwirtschaft von 8,3 Prozent an allen Betrieben in der Region zählt zwischenzeitlich jeder 12. Betrieb zur dieser Wirtschaftsbranche.
  • Bei einem Umsatz von  insgesamt fast  8,2 Mrd. EUR entfallen  2,4 Prozent  der Umsätze aller Branchen im Ruhrgebiet auf die Kultur- und Kreativwirtschaft.
  • Ende 2008 gab es fast 51.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Kultur- und Kreativwirtschaft, das sind 3,3%  aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Ruhrgebiet.
  • Annähernd kann von insgesamt etwa 74.000 Erwerbstätigen in der Kultur- und Kreativwirtschaft des Ruhrgebiets ausgegangen werden.
  • Zwischen 2003 und 2007 hat die Anzahl der Betriebe in der Kultur- und Kreativwirtschaft  der Region zugenommen  und sind die Umsätze gestiegen, beides jeweils  um knapp 10 Prozent. Diese Entwicklung entspricht  nicht  ganz der Entwicklungsdynamik in Nordrhein-Westfalen (Betriebe  im Ruhrgebiet +9,5%, NRW +11,7%, Umsätze  im Ruhrgebiet +9,8%, NRW +10,9%)
  • Im Ruhrgebiet sind die  umsatzstärksten Teilmärkte der  „Literatur-, Buch- und Pressemarkt“, die „Softwareindustrie“ und die „Werbewirtschaft“. Die meisten Unternehmen weist die Werbewirtschaft auf (2.532), gefolgt vom „Architekturmarkt“ (1.716) und der „Softwareindustrie“ (1.787).
  • Überdurchschnittlich zu Nordrhein-Westfalen entwickelten sich zwischen 2003 und 2007 im Ruhrgebiet die Softwareindustrie (Anzahl Betriebe +48%; Umsätze +89%), die „Designwirtschaft“ (+44%; +58%), die  „Darstellende Kunst“ (+35%; +35%) und die  „Werbewirtschaft“ (+10%; +21%).
     

 

 

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