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Schuberts Führungshäppchen IV

Und wie läuft es mit der Kommunikation?

Agile Führung, das klingt nach Aufbruch, Bewegung und Dynamik und ist in den Führungsetagen gerade en vogue. Was es mit diesem modernen Führungsstil auf sich hat, das verrät Jenny Schubert, Inhaberin Die KonturManager in Düsseldorf. Ihr Know-how serviert der Business-Coach in sechs kleinen Häppchen als Fingerfood für Führungskräfte.

Alles neu, alles hipp, alles agil. Betrifft das auch die Kommunikation? Muss da auch alles neu sein? Nein, ganz im Gegenteil. Die Zeit ist reif, die Grundlagen gelungener Kommunikation anzuwenden. Agiles Arbeiten nutzt Feedback, Offenheit, Transparenz, Arbeit auf Augenhöhe und Selbstorganisation.

Es gibt Kommunikationsformen, die eine gelungene Beziehung fördern und solche, die es nicht tun. Theoretisch ist das allen Führungskräften klar. Doch wie sieht der Alltag aus? Hektik, Druck und Frust, schnell verfällt man in alte Verhaltensmuster. Was hilft, ist die eigene Kommunikation kontinuierlich zu reflektieren. Denn Worte wirken positiv oder negativ – auf unseren Gesprächspartner und auch auf uns selbst. Was gehört zu einer klaren und wertschätzenden Kommunikation?

Erfolgreiche Führungskräfte kommunizieren lösungsorientiert

Wenn Führungskräfte ihre Mitarbeiter etwas fragen, dann signalisieren sie Interesse und möchten zielgerichtete Aktivitäten auslösen. Dafür eignen sich offene Fragen, die dem Mitarbeiter den Freiraum für Antworten lassen:

  • Wie kann es Ihnen gelingen, mehr auf die Details mehr zu achten?
  • Was können Sie konkret tun, dass die nächste Verhandlung Erfolg hat?
  • Welche Schritte werden Sie gehen, um die nächste schwierige Situation erfolgreich zu meistern?
  • Was genau meinen Sie mit …?

Vermeiden Sie Fragen mit vorwurfsvollem Ton wie: "Wieso haben Sie nicht...?" oder "Warum haben Sie...?" oder "Wie konnte das nur passieren?“ Die „Warum“-Fragen einer Führungskraft werden – völlig zu Recht – in Kombination mit entsprechender Stimme/Körpersprache nicht als Frage verstanden, sondern kommen beim Gegenüber wie ein versteckter Angriff, wie eine Anklage an.
Die natürliche Reaktion auf Angriff ist Verteidigung. Der Mitarbeiter rechtfertigt sich mit Sätzen wie: „Ich hatte nicht genügend Zeit…“ oder „Aber das ging doch gar nicht anders“ oder „Wenn die aus der anderen Abteilung mal mitziehen würden…“ Und statt einer Kommunikation erfolgt ein Schlagabtausch zwischen Führungskraft und Mitarbeiter.

Erfolgreiche Führungskräfte sprechen klar

• Statt: Das ist nicht persönlich gemeint.
Neu: Meiner Meinung nach …
Sagen Sie, wie Sie es meinen.

• Statt: Ich würde das in unser nächstes Meeting aufnehmen.
Neu: Ich nehme das in unser nächstes Meeting auf.
Der Konjunktiv „würde“ schwächt Ihre Wirkung.

• Statt: Das klappt nie.
Neu: konkret benennen, was nicht klappt
Verallgemeinerungen wie „nie, niemals, keiner“ unbedingt vermeiden.

• Statt: Das Projekt läuft nicht schlecht.
Neu: Das Projekt läuft gut.
„Nicht schlecht“ klingt wie „schlecht“. Geben Sie sich und dem Team Anerkennung.

• Aussagen wie
„Das hätten Sie doch wissen müssen.“
„Das kann aber auch nur von Ihnen kommen.“
Bitte aus dem Wortschatz streichen, denn sie wirken abwertend und erzeugen beim Mitarbeiter eher Widerstand und Trotzreaktionen.

Kommunikation ist der Schlüssel für agile, zukunftsfähiges Unternehmen, den Sie selber in den Händen halten. Drehen Sie ihn um.

(Jenny Schubert)


 


 

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