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Social Intelligence Report

Facebook-Diskussion über Artikel läuft E-Mail-Versand den Rang ab

Die bei Online-Medien oft prominent platzierte E-Mail-Icons, mit der man Artikel an seine Freunde und Bekannten weiterleiten kann, hat laut Experten keine rosige Zukunft.

Dem Social Intelli- gence Report des Branchenmagazins BuzzFeed zufolge hat die Nutzung dieses Angebots drastisch abgenommen. Haupt- grund: Die Integration von sozialen Netzwer- ken auf Webseiten, die unter den Internet-Nutzern immer belieb- ter wird.

Für die Studie wurden einige der größten US-Portale beobachtet, auf denen man Artikel auch per E-Mail teilen kann. Dabei wurde festgestellt, dass in nur acht Monaten die Anzahl von weitergeleiteten Artikeln um 61 Prozent gesun- ken ist. Im Januar 2012 wurden noch 13 Millionen Links versendet, im August konnten nur mehr fünf Millionen. Weiterleitungen festgestellt werden. Die größte Resonanz wurde auf globalen E-Mail-Portalen wie Gmail und Hotmail beobachtet.

Die Experten kommen zum Schluss, dass der Trend nicht durch die Abnah- me von Lesern bedingt ist, sondern durch die große Konkurrenz von Face- book, Twitter und anderen sozialen Netzwerken. Vor allem die Möglichkeit Artikel zu kommentieren und zu bewerten, spielt den Forschern zufolge bei dieser Entwicklung eine große Rolle.

Politik bleibt Privatsache

Facebook-Shares haben in den vergangenen acht Monaten von 50 auf 70 Millionen zugelegt und Twitter konnte sich in diesem Zeitraum auf den großen Nachrichtenportalen fast verdoppeln. Interessant ist, dass traditionelle Medien wie das Time Magazine weiterhin auf das E-Mail-Sharing setzen. BuzzFeed geht davon aus, dass politische Inhalte in der Regel nur im privaten Rahmen geteilt und diskutiert werden.

"63 Prozent der geteilten Artikel auf der Times-Webseite waren aus dem Meinungs-Segment und in der Regel politischer Natur. Die Leser wollen solche Inhalte in einem persönlichen Rahmen erörtern und greifen dabei meistens zur E-Mail. Bei anderen Inhalten, bei denen es vor allem auf den Unterhaltungswert ankommt, sind die sozialen Medien immer öfter die erste Wahl", so die Forscher von BuzzFeed.

Klassische E-Mail weiter beliebt

Während die E-Mail von Medienportalen verschwindet, stellen Forscher der comScore einen generellen Anstieg bei der herkömmlichen Nutzung fest. Im Juni haben in Europa insgesamt 276,5 Millionen Personen an ihrem Computer Angebote wie Hotmail oder Google Gmail aufgerufen, das entspricht 69,5 Prozent der Internet-Nutzer ab 15 Jahren. Die Anzahl der Nutzer von Webmail-Diensten in Europa ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent und die Reichweite von Webmail-Diensten um 3,7 Prozentpunkte gestiegen.

(Redaktion)


 


 

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