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  • 04.06.2013, 04:30 Uhr
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Unerwünschte Mails

Weißrussland ist Spam-Weltmeister

Nur jede tausendste E-Mail ist seriös. Mit 16, 3 Prozent führt Weißrussland das weltweite Ranking des Spam-E-Mail-Versandes an.

Der langjährige Spitzenreiter USA wurde von Platz eins verdrängt, ausschlaggebend hierfür ist ein signifikanter Anstieg am 13. April, als die Spam-Nachrichten aus Weißrussland regelrecht nach oben schnellten, wie Jonathan French von der Firma AppRiver in einem Blogeintrag beschreibt.

Gefälschte Medikamente und Aktien

Die Spam-Nachrichten werden von Botnetzen verschickt. Viele von ihnen haben ihren Ursprung im russischsprachigen Raum, die einzelnen Bots sind allerdings weltweit verteilt, wie Kaspersky-Viren-Analyst Stefan Ortloff. Dabei werden in der Regel private Rechner infiziert und neben dem Spamversand auch Passwörter abgegriffen. "Häufig wird dabei zu gefälschten Medikamenten oder zu Kaufempfehlungen für Penny-Stocks verlinkt", so Ortloff.

12,3 Millionen Spam-Mails täglich

Im vergangenen Januar schafften es pro Tag nur 3,1 Millionen Spam-E-Mails aus Weißrussland in die Postfächer. Doch nach dem besagten Anstieg hat sich der Wert auf 12,3 Millionen täglich eingependelt. Mittlerweile beträgt der Anteil der weißrussischen E-Mails mit Spam-Charakter an den gesamten aus dem Land abgeschickten elektronischen Nachrichten 99,9 Prozent. Das heißt, nur jede tausendste Mail verfolgt keine Werbezwecke.

Kaum Malware

Bei den Messages handelt es sich zumeist um kurze Zweizeiler mit einem Link. Dieser leitet einen jedoch häufig zu inaktiven Websites und führt zu 500- oder 404-Serverfehlern, so French. Man habe nur wenige Links gefunden, die tatsächlich zu Malware-Seiten führten. Seit dem 13. April sind 558 Millionen Spam-Nachrichten von E-Mail-Servern in Weißrussland abgeschickt worden. Aus den USA kamen hingen "nur" 447 Millionen Spams, bei einem gesamten Volumen von knapp einer Milliarde E-Mails. Weitere "Spam-Hochburgen" sind Korea, Indien oder Taiwan.

(Redaktion)


 


 

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