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START-Messe

NRW startet Kampagne für Existenzgründer

Bei der Eröffnung der START-Messe in Essen ermutigte NRW-Wirtschaftministerin Christa Thoben potenzielle Gründerinnen und Gründer, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Dabei stellte sie die aktuellen Motive der Landeskampagne „Wir machen Gründer groß – Die STARTERCENTER NRW“ vor.

„Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sind erfolgreiche Gründungen möglich. Entscheidend sind eine gute Geschäftsidee, das richtige Unternehmenskonzept und die Gründerpersönlichkeit,“ so Ministerin Thoben bei der Eröffnung der diesjährigen START-Messe für Existenzgründung , Franchising und junge Unternehmen gestern in Essen.

Im ersten Halbjahr 2009 - so ihre Aussage - hätten rund 45.000 Menschen in Nordrhein-Westfalen den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Damit steigen die Gründungszahlen seit 2004 erstmals wieder leicht an. Auf Deutschlands größter Existenzgründungsmesse warb die Ministerin für mehr Mut zum Schritt in die Selbstständigkeit. Gründerinnen und Gründer seien Vorbilder und wichtige Motoren für Innovation und Beschäftigung. 

Werbung für STARTERCENTER NRW

„Mit unserer Landeskampagne `Wir machen Gründer groß` wollen wir diesen mutigen Unternehmern ein Denkmal setzen und die STARTERCENTER NRW bewerben“, erläuterte Christa Thoben bei der Vorstellung der neuen Kampagnenmotive. Sie betonte, dass gerade gut beratene Gründungen stabiler seien, mehr Wachstum und mehr Arbeitsplätze schaffen würden. Gründer, die sich beraten lassen, weisen eine deutlich bessere Überlebenschance am Markt auf. So beträgt der Ausfall bei schlecht vorbereiteten Gründungen 50 Prozent. Bei dem betreuten Weg in die Selbstständigkeit, scheitert nur noch jeder fünfte Jung-unternehmer.

Daher warb die Ministerin für die 84 STARTERCENTER NRW im Land. Jedes STARTERCENTER stünde allen Gründern offen, egal aus welcher Branche. Die Gründerberater böten Erst- und Intensivberatung, Businessplan-Check, Finanzierungsberatung und unterstützten bei den Gründungsformalitäten. „Die zertifizierten STARTERCENTER sind die beste Starthilfe für Gründer“, so die Ministerin.

Zwei Vorbilder aus dem Ruhrgebiet

Die Informationskampagne setze bewusst auf „echte Gründerinnen und Gründer“, um den Vorbildcharakter herauszustellen. Dieses Jahr wurde der Mülheimer Carsten Widera-Trombach vom Wirtschaftsministerium auf den Sockel gehoben. Carsten Widera-Trombach mit seinem Gamesunternehmen Crenetic GmbH Studios stünde stellvertretend für viele Unternehmen in der Kultur- und Kreativwirtschaft. Hier entstehe eine neue Branche, die Wachstum und Arbeitsplätze schafft. Inzwischen arbeiteten rund 211.000 Menschen in gut 50.000 Unternehmen in Nordrein-Westfalen in diesem boomenden Sektor, hob die Ministerin hervor.

Ministerin Thoben betonte, dass bei Hochqualifizierten, Frauen und Menschen mit Zuwanderungshintergrund noch deutliche Gründerpotenziale schlummerten. Türkeistämmige Unternehmer erwirtschaften in Nordrhein-Westfalen jährlich 11 Milliarden Euro und beschäftigen rund 120.000 Mitarbeiter. Sie sind durchweg hoch qualifiziert, haben sich hochgearbeitet, sind bestens im deutschen Wirtschaftsleben integriert und sehr erfolgreich, so eine aktuelle Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PwC). Christa Thoben verwies auf die Dortmunder Unternehmerin Gülcan Urul, mit der das Land im Rahmen der Kampagne ebenfalls wirbt. „Nordrhein-Westfalens erste Augenoptikerin mit türkeistämmigen Wurzeln, zeigt mit ihrem mehrsprachigen Beratungsservice klassischen Unternehmergeist“, so die Ministerin.

Preisverleihung für den START AWARD NRW

Auf der START-Messe warb die Ministerin nicht nur für den Schritt in die Selbstständigkeit, sondern prämierte außerdem innovative, mutige Jungunternehmen. Der Veranstalter der Existenzgründungsmesse, die asfc GmbH, das nordrhein-westfälische Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, die KfW Bankgruppe sowie die NRW.BANK verleihen jedes Jahr den START AWARD NRW.

Auch dieses Jahr haben sich erneut zahlreiche Jungunternehmen aus ganz Nordrhein-Westfalen beworben. In der Kategorie „Wirtschaft erfolgreiches Jungunternehmen“ gewann das Solinger IT-Beratungsunternehmen codecentric GmbH. Den Preis für das beste „Innovative Jungunternehmen“ Nordrhein-Westfalen holte sich die Bonner Firma true fruits, die die sogenannten Smoothies, 100-Prozent-Fruchtpüree im Glas, in Deutschland einführten.

(Redaktion)


 

 

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