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Ein Gründer verwirklicht seinen Traum: Der Ferrari unter den Rasenmähern

Tomas Sena, ist Gründer des Prager Start-Ups Swardman. Seinen Traum verwirklicht er auf ganz besondere Art und Weise.

Tomas Sena, Gründer des Prager Start-Ups Swardman, hat einen Traum: Den perfekten englischen Rasenteppich für jedermann. Und weil der mit einem herkömmlichen Rotationsrasenmäher oder Mähroboter nicht entstehen kann, hat er mit seinem Modell „Edwin“ den ersten im 21. Jahrhundert entwickelten Spindelmäher mit Benzinmotor auf den Markt gebracht. In stylischem Design, ausgefeilter Technik und so konstruiert, das mit geringstem Aufwand und hohem Komfort innerhalb von nur sechs Wochen feinster englischer Rasen wächst.

Möglich wird dies durch das Arbeitsprinzip des Gartengeräts. Denn im Unterschied zu den weit verbreiteten Sichel- oder Rotor-Rasenmähern mit Benzinmotor oder Elektroantrieb schneiden Spindelmäher das Gras nach dem Prinzip einer Schere. Bei Bewegung dreht sich dabei eine waagerecht liegende Spindel um ihre eigene Achse. Sie ist mit fünf bis zehn gewundenen Schneidmessern bestückt, die an einem fest stehenden Untermesser vorbeidrehen. So entsteht der Schereneffekt, mit dem sich ein besonders gleichmäßiges, exaktes Schnittbild erzielen lässt.

Die Idee kommt aus dem Rasen-Mutterland

Die Idee für den „Ferrari unter den Rasenmähern“ kam dem tschechischen Entrepreneur im Rasen-Mutterland, wo er eine eigene Greenkeeping-Firma betrieb. Dabei stieß er auch auf die britische Traditionsmarke ATCO, die bereits 90 Jahr lang Spindelmäher hergestellt hatte. Deren Besitzer Bosch zog sich aber 2011 aus diesem Geschäft zurück und nachdem der Versuch einer Übernahme scheiterte, entschloss sich der Rasenexperte 2012 zum Aufbau einer eigenen Spindelmäher-Produktion.

Anfang November 2016 begann in Losiná bei Pilsen in einem Gebäude, in dem vorher Fenster hergestellt wurden, die Fertigung auf zwei Montagelinien. Sie ermöglichen es, im Ein-Schichtbetrieb bis zu 300 Spindelmäher monatlich in höchster Qualität zu produzieren. Insgesamt 36 Lieferanten sind an dem Endprodukt beteiligt, dass vor allem für den Export bestimmt ist. Swardman fertigt übrigens nicht als einziger Rasenmäher-Produzent in Tschechien. Auch die Spindelmäher-Modelle etablierter Marken wie Gardena und Husqvarna produzieren hier.

„Einheit von Ästhetik und Funktion“

Das einzigartige Design und vor allem die innere Konstruktion von „Edwin“ stammt vom jungen tschechischen Konstrukteur Marek Votroubek. Der belegte 2009 beim Finale des Wettbewerbs Intel ISEF (International Science & Engineering Fair) im amerikanischen Reno mit einem intelligenten Roboter, der dreidimensionale Bilder verarbeitet, den ersten Platz.

„Marek Votroubek schaffte mit seinem unkonventionellen Herangehen etwas, woran sich die Entwickler vieler namhafter Hersteller die Zähne ausgebissen haben“, lobt Sena das aufstrebende Talent, dass die „Einheit von Ästhetik und Funktion“ perfekt realisiert habe. Dazu zählt auch, dass der Swardman „Edwin“ eine maximale Benutzerfreundlichkeit aufweist. Er wurde so konstruiert, dass sich sein Besitzer möglichst wenig anstrengen muss. Das gilt auch für das aufwändige Reinigen des Mähers nach der Arbeit. Mit wenigen Handgriffen ist das Gerät sauber und wartet auf seinen nächsten Einsatz.

Swardman – so der Gründer – habe in punkto Bearbeitungsqualität den Bereich Gartentechnik längst verlassen und nähere sich der Präzisionsmechanik. „Wir haben zahlreiche Details des klassischen Spindelmähers verbessert, das geht zum Teil schon in Richtung Uhrmacherei“, sagt der Rasen-Enthusiast. Denn wäre die Neuentwicklung nicht so präzise im Detail, dann würde auch das Ganze nicht so gut funktionieren und im Ergebnis hätten die Edwin-Besitzer keinen perfekten Rasen ohne Unkraut, präzis geschnitten und mit dem typischen Streifenmuster.

Individuelle Zusammenstellung

Nun plant das junge Unternehmen die weltweite Expansion, um den Traum seines Gründers Realität werden zu lassen. Dabei setzt er auch auf den zunehmenden Trend zu individuellen Produkten. So lassen sich Farbe, Material und Zubehör individuell nach Kundenwunsch zusammenstellen. Dazu gibt es auch einen Online-Produktkonfigurator für den „Edwin Spezial“.

Austauschbaren Komponenten in Form von Arbeitskassetten sind ebenfalls ein besonderes Alleinstellungsmerkmal des Swardman-Spindelmähers. Sie können in zwei Minuten gewechselt werden und erleichtern die Arbeit enorm. Außer Mähen in einer präzisen Rasenschnitthöhe von 5 bis 45 Millimeter kann das Gerät mit seiner 4 in 1-Lösung zum Beispiel mit Hilfe der entsprechenden Kassette auch sehr effizient vertikutieren. Eine spezielle Rasenlüfter-Kassette entfernt verfilztes Gras und ersetzt so das Harken. Oder es wird mit der Rotationsbürsten-Kassette Sand in den Rasen eingearbeitet.

Eine weitere Innovation ist das Edge-Cutting zur optimalen Pflege der sonst nur schwer erreichbaren Rasenkanten. Durch die schlanke und praktische Konstruktion der Spindel des Swardman „Edwin“ schneidet das wendige Gerät dazu den Rasen auf die letzten 15 Millimeter von der Kante. Auf den Einsatz einer Rasenkantenschere oder eines Rasentrimmers kann dadurch verzichtet werden, was insgesamt rund 10 Prozent der notwendigen Arbeitszeit für die Grünpflege einspart.

(Redaktion)


 

 

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