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Sozialstandards bei kolumbianischer Kohle

Ende vergangener Woche kehrte Dirk Sohns, Chief Compliance Officer der STEAG, von seinem Besuch aus Kolumbien zurück. Ziel seiner einwöchigen Reise war die Begutachtung sozialer Standards bei der kolumbianischen Steinkohlemine ‚El Cerrejón‘.

Dort sprach er nicht nur mit Vertretern der Minenbetreiber, sondern vor allem auch mit Repräsentanten lokaler Volksgruppen und Gewerkschaften sowie Vertretern der deutschen Botschaft und politischer Stiftungen deutscher Parteien. „Kolumbianische Kohle steht derzeit im Fokus der medialen Berichterstattung. Unstimmigkeiten ließen sich nicht feststellen. Nach unseren Erkenntnissen sind die Arbeits- und Sozialstandards bei Cerrejón allerdings sehr hoch. Das Engagement von Cerrejón bei sozialen Projekten ist überaus positiv“, resümiert Sohns. Vor Ort sprach Dirk Sohns mit Mitarbeitern, Umgesiedelten, Gewerkschaftern und mit einem Anwalt von Umsiedlungsmaßnahmen betroffener Einheimischer. Gleichzeitig verschaffte sich der STEAG-Vertreter einen Überblick über Arbeitssituation, Arbeitssicherheit, soziale und ökologische Aspekte.

Gegensätzliche Positionen

Die Meinungen der lokalen Bevölkerung zum Bergbau und zu Cerrejón teilen sich in zwei Lager. „Auf der einen Seite gibt es die Gruppe der Einheimischen und Umgesiedelten, die dem Bergbau, Cerrejón und den wirtschaftlichen Fortschritten durch den Tagebau eher positiv gegenüberstehen.“ Auf der anderen Seite gebe es, so Sohns, auch dem Tagebau gegenüber sehr kritisch eingestellte Gruppierungen. Diese beziehen eine klare Position gegen den Tagebau und platzieren dieses Thema und ihre Positionen sehr aktiv auch in den europäischen Medien. Sie suchen den Austausch mit Nichtregierungsorganisationen sowie Globalisierungsgegnern. Auch mit diesen führt STEAG Gespräche.

Diese Widersprüchlichkeit zeigt sich auch an anderer Stelle: Während NGOs und die hiesige Medienberichterstattung sich eher den durch den Tagebau hervorgerufenen Problemen widmen, wird das Unternehmen von anderer Stelle für seine Arbeit ausgezeichnet: Cerrejón ist beispielsweise eines der Pilotunternehmen des UN-Sekretärs für Wirtschaft und Menschenrechte John Ruggie und erhielt Auszeichnungen u. a. von der GIZ für besonderes Friedensengagement. „Der Minenbetreiber El Cerrejón hat sich nach Fehlentwicklungen vor längerer Zeit dafür entschieden, einen Weg der Transparenz zu gehen, kritische Fragen offen zu beantworten und öffentlich über Fortschritte, aber auch Probleme zu berichten“, erläutert Dirk Sohns. 

(Redaktion)


 


 

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