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Wenn Deutschland siegt

Die Angst vor dem Verkehrschaos

Wenn morgen Jogis Löwen zum Einzug in die WM-Hauptrunde ansetzen, dann drohen in nordrhein-westfälischen Großstädten Störungen im Straßenverkehr.

Weil die deutsche Elf bei der Fußball-WM in Südafrika bereits um 13.30 Uhr gegen Serbien antritt, könnte es - einen Erfolg der DFB-Elf vorausgesetzt - am Nachmittag zu zahlreichen Autokorsos auf den Straßen der Innenstädte kommen. Mitten im Berufsverkehr sind Staus programmiert. Die Polizeibehörden großer Kommunen sind jedenfalls gewarnt.

Düsseldorf

Man bereite sich «auf Jubelfeiern und Autokorsos vor», berichtet Andre Hartwich, Sprecher der Düsseldorfer Polizei. So werden in der Landeshauptstadt teils Straßen gesperrt. Vor allem die Altstadt und die Königsallee sind betroffen. «Die Vermischung von feiernden Fans und dem Fahrzeugverkehr, insbesondere von Autokorsos, ist für die Fußballfans zu gefährlich und beinhaltet unkalkulierbare Risiken für Fußgänger und Pkw-Fahrer», so die Linie der Ordnungshüter.

Die Polizeibehörden im Land würden nach den örtlichen Gegebenheiten entscheiden, sagt Sprecher Wolfgang Beus vom NRW-Innenministerium. Die Verkehrssicherheit gehe vor. Gleichwohl seien die Polizisten «Partner» der friedlich feiernden Fans.

Köln

Mit «erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen» rechnet die Polizei in Köln. Allein in der Kölner Lanxess-Arena werden am Freitag beim Public Viewing 35 000 Menschen erwartet. Dabei sind Auswirkungen auf den Berufsverkehr zu erwarten. Kölns Stadtdirektor Guido Kahlen appellierte bereits an die Bürger: «Wir wünschen uns außerdem, dass möglichst viele Besucherinnen und Besucher des Public Viewings auf das Auto verzichten und mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, um die Situation zu entzerren». Ein «Sperrkonzept» soll laut Polizei die möglichen Feierlichkeiten in sichere Bahnen lenken. Dabei werden an den Kölner Innenstadt-Ringen teils auch Straßen gesperrt.

Krefeld

Bereits nach dem 4:0-Auftakterfolg der deutschen Fußball-Nationalelf am vergangenen Sonntag gegen Australien hatte es auch in NRW zahlreiche Autokorsos gegeben. In der Krefelder Innenstadt fuhr ein 20-jähriger Autofahrer dabei in eine Menschenmenge. Fünf Personen wurden leicht verletzt. Der Pkw und die herbeigerufenen Polizisten wurden aus der Menge mit Flaschen und Gläsern beworfen. Ein Polizist erlitt Schnittverletzungen im Gesicht. In Bocholt entzündete ein 21-Jähriger ein bengalisches Feuer und warf es vor fahrende Autos. Gegen den jungen Mann wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Dortmund

Nach dem Vorfall in Bocholt kündigt die zuständige Kreispolizei in Borken angemessene Sicherheitsvorkehrungen an. Details zum Einsatzkonzept wolle man aber nicht nennen, sagte ein Sprecher. Keine Probleme erwartet hingegen die Polizei in Dortmund. Zahlreiche Fans würden in der Dortmunder Innenstadt feiern - die meisten reisten allerdings mit öffentlichen Verkehrsmitteln an.

Münster

«Verkehrslenkungsmaßnahmen» sind in Münster angedacht. Das Verkehrschaos bei der WM hielt sich bislang aber in Grenzen in der Radfahrer-Stadt. Ein richtig ruhiger Nachmittag dürfte es für die Polizeibeamten in NRW allerdings nur dann geben, wenn die DFB-Elf am Freitag nicht gegen Serbien gewinnt.

(Redaktion)


 


 

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