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Studie

Elektroautos werden beliebter - als Zweitwagen

Eine Million Elektrofahrzeuge will die Bundesregierung 2020 auf Deutschlands Straßen. Unmöglich? Im Gegenteil: Das Ziel ist erreich- bar, so das Ergebnis der zweiten Mobilitäts-Studie, die das Düsseldorfer Beratungsunternehmen Horváth & Partners initiiert hat.

Nach Ansicht der Industrieexperten werden Hybridantriebe 2020 rund acht Prozent des deutschen Fahrzeugbestandes aus- machen. Bei einem geschätzten Fahrzeugbestand 2020 von 47 Millionen PKWs entspricht dies rund 4 Millionen Fahrzeugen. Es folgen Stromantrie- be inklusive Plug-In Hybride, deren Batterie zusätzlich über das Stromnetz ladbar ist, und Fahrzeuge mit Brennstoffzellen. Inklusive Gasantrie- ben kämen alternative Antriebe insgesamt auf 8,4 Millionen Fahrzeuge, was einem Anteil von gut 18 Prozent entspräche.

Elektroautos als Zweitwagen

Noch sind erst rund 6000 Elektrofahrzeuge verkauft. Mitherausgeber der Studie, Prof. Dr. Ronald, macht aber Mut: "Viele Unternehmen haben sich intensiv an die Arbeit gemacht. So gaben über die Hälfte der befragten Unternehmen an, die Veränderungen im Bereich Mobilität aktiv anzugehen, lediglich 27 Prozent bezeichnen sich als eher abwartend und zurückhaltend." Die größte Hürde ist allerdings noch die geringe Reichweite der Elektroautos. "Die Elektromobilität wird vor allem im Zweitwagen-Segment und im Kurz- streckenbereich zulegen. Hier hat sie großes Potenzial", so Matthias Deeg, Energieversorgungsexperte bei Horváth & Partners.

Noch bremsen darüber hinaus die Kosten für Elektrofahrzeuge deren intensive Verbreitung. Zwar sind nach Einschätzung der Experten potenzielle Käufer bereit, für ein Elektrofahrzeug mehr auszugeben als für ein konventionelles Auto, die zusätzliche Zahlungsbereitschaft liegt bei kleineren Fahrzeugen aber lediglich bei 5 bis 10 Prozent und bei größeren Fahrzeugen nicht we- sentlich darüber.

Car-Sharing in Zukunft immer wichtiger

Trotz der noch vorherrschenden Problemfelder erwarten die Experten eine deutliche Veränderung im Mobilitätsverhalten, was laut Studie nicht nur durch den Zuwachs an Elektroautos in Zukunft weiter vorangetrieben wird. Insbe- sondere der weiteren Verbesserung der Anschlussmobilität sowie der Nutzung moderner Car-Sharing Konzepte messen die Experten hier eine zunehmend hohe Bedeutung bei. Entsprechend könnte in den nächsten Jahren erstmalig in der Geschichte der Bundesrepublik der Trend zu wachsendem Motorisie- rungsgrad gekippt werden, welcher aktuell bei 510 Fahrzeugen je 1000 Einwohner liegt.

Die Studie entstand in Zusammenarbeit mit dem Strascheg Institute for Innovation and Entrepreneurship (SIIE) der EBS Business School durchgeführt hat. Sie gehört zu den größten branchenübergreifenden Studien zum Thema E-Mobility und neue Mobilitätskonzepte, die bisher in Deutschland durchgeführt wurden. Aus 3.000 Kontaktadressen aus den Wertschöpfungssektoren Automotive, Energie und Provider/Dienstleis- tungen wurden Teilnehmer zufällig ausgesucht. Knapp 280 Teilnehmer aus 250 Unternehmen nahmen an der Untersuchung teil.

(Redaktion)


 


 

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Strascheg Institute for Innovation and Entrepreneurship
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