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STURM Engineering & Marketing

So kommen neue Produkte schneller auf den Weg

Im Duisburger Tectrum hat Markus Sturm vor einem Jahr seine Firma STURM Engineering & Marketing UG angesiedelt. Sein Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit seiner Kunden zu verbessern.

Unternehmensberatung mit operativen Dienstleistungen zu verknüpfen, ist nicht unbedingt ein übliches Angebot. Doch Markus Sturm hält nichts davon, einem Unternehmer lediglich ein Konzept in die Hand zu drücken, wie die Produktentwicklung und -vermarktung verbessert werden kann, um sich dann zu verabschieden. „Wir entwickeln individuelle Lösungen, die wir schließlich gemeinsam mit unseren Auftraggebern aus der Industrie umsetzen“, sagt der Geschäftsführer der STURM Engineering & Marketing UG . 2008 wurde er für diese Geschäftsidee mit dem Gründerpreis der Stadt Duisburg ausgezeichnet.

Projektmanagement für erfolgreiche Produkteinführung

Der Fokus des noch jungen Unternehmens liegt dabei auf der Entwicklung sowie der Markteinführung neuer Produkte. „Time to Market – also die Zeitspanne von der Idee bis zur Markteinführung – ist der wichtigste Erfolgsfaktor für ein neues Produkt“, betont Sturm. Denn im Entwicklungsprozess entstehen ja Kosten, während die Verkaufserlöse zunächst noch auf sich warten lassen. Also suchen die Berater bei ihren Auftraggebern nach Schwachstellen, die die Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte behindern können.

Dabei bauen der Ingenieur und seine beiden Mitarbeiter auf moderne computergestützte Konstruktionstechnologien (CAD) für dreidimensionale Anwendungen. Mit ihrer Hilfe können nicht nur dreidimensionale Produktmodelle entworfen, sondern auch Bedienungs- sowie Montageanleitungen oder Datenblätter erstellt werden. Eine solche Infrastruktur ist dem Anwendungszweck entsprechend anzuschaffen, einzurichten, und die Mitarbeiterschulung darf ebenfalls nicht vergessen werden. Wenn diese Voraussetzungen stimmen, kann anhand der 3D-CAD-Daten parallel zur Produktentwicklung eine technische Dokumentation aufgebaut werden, die sich automatisch aktualisiert. „Man muss also bei Veränderungen nicht manuell nachbearbeiten, wie das früher der Fall war“, benennt Sturm den Vorteil dieses Vorgehens. Der damit verbundene Zeit- und Kostenaufwand entfällt auf diese Weise komplett.

Wenn es dann um die Vermarktung des neuen Produktes geht, sollte vor allem sein Mehrwert kommuniziert werden. Dazu können verständliche Bedienungs- und Montageanleitungen sowie Datenblätter, die ebenfalls anhand der 3D-CAD-Daten generiert werden, erheblich beitragen. Der Nutzen für Unternehmen, die diese Kombination aus Beratung und Dienstleistung in Anspruch nehmen, liegt dann nicht nur in einer verkürzten Prozesskette sowie in Kosteneinsparungen. Vielmehr übernimmt Sturm Engineering & Marketing auf Wunsch das gesamte Projektmanagement, um den zügigen Ablauf der Markteinführung eines neuen Produktes zu gewährleisten. Ihre Kunden hat die Firma derzeit vor allem im Maschinenbau, doch zunehmend greifen auch Designbüros oder Marketingagenturen auf die 3D-CAD-Daten aus den Sturm-Lösungen zurück – etwa für die Anfertigung von Illustrationsgrafiken.

Elektronischer Produktkatalog

Vorzeigeprojekt des Jungunternehmers ist der CAD-Produktkatalog, den er für Krohne Messtechnik entwickelt hat. Die Kunden des weltweit agierenden Herstellers von Mess- und Kontrolltechnologie benötigten CAD-Daten der von ihnen verwendeten Produkte, die Krohne aber nicht in einem wirtschaftlich vertretbaren Rahmen zur Verfügung stellen konnte. Ein am Markt eingeführtes Produkt war für diesen Zweck überdimensioniert und zu teuer. Sturms Problemlösung beruhte auf der Überlegung, dass für die Krohne-Kunden vor allem die äußeren Geometrien der Produkte von Interesse waren – um etwa den passgenauen Einbau zu planen oder die Flanschnorm zu bestimmen.

Für diese Anschauungsobjekte entwickelte er in der Folge einen CAD-Produktkatalog. In maximal acht Konfigurationsschritten werden hier die notwendigen Daten angegeben. In der Folge erhält der Anwender das 3D-Modell mit allen Angaben, die er für seine Zwecke benötigt. „Früher haben die Krohne-Kunden das Produkt manuell nachkonstruiert“, weiß Sturm. Dass dieser Aufwand nun entfällt, hat ihm viel Lob eingebracht. Doch auf diesen Lorbeeren will sich der Ingenieur nicht ausruhen. Deshalb hat er diesen elektronischen Produktkatalog zu einem Standardsystem weiterentwickelt, das nun auf andere Produkte übertragen werden kann.

Doch damit ist das Leistungsspektrum der STURM Engineering & Marketing noch nicht erschöpft. Technologien wie das Rapid Prototyping zur raschen Anfertigung von Bauteil-Duplikaten gehören ebenso zum Portfolio wie das Reverse Engineering, mit dessen Hilfe sich Modelle von vorhandenen Bauteilen beispielsweise für die Serienfertigung herstellen lassen. Den Standort Duisburg sieht Sturm dabei als großen Wettbewerbsvorteil. Das liegt einmal an der fehlenden Konkurrenz für seine Firma – wie er augenzwinkernd feststellt – aber auch an der Nähe zur Universität, mit dessen Lehrstuhl für Fertigungstechnik eine Kooperation besteht. „Obwohl einige unserer Kunden aus dem Duisburger Raum kommen, besteht hier noch ein großes Potenzial für unsere Lösungen“, zeigt Markus Sturm sich optimistisch.

(Redaktion)


 


 

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