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TourNatur

Experten-Tipps fürs Wander-Schuhwerk

Das Erlebnis Natur auf Schusters Rappen ist längst ein Volkssport geworden - leidenschaftliche Wanderer Berg und Tal unter die Füße.

Die TourNatur (2. bis 4. September in Düsseldorf) widmet sich dieser Leidenschaft, die manchmal auch Leiden schafft - insbesondere dann, wenn das Schuhwerk nicht passt. Business-on sprach mit dem Outdoor-Experten Ralf Stefan Beppler und verrät fünf Tipps für den richtigen Schuhkauf:

  1. Passform: Bei der Suche nach der richtigen Passform empfiehlt der Experte, sich Zeit zu lassen. „Wer später stundenlang durch Wald und Wiese zieht, sollte auch mehr Zeit in den Schuhkauf investieren.“ Entscheidend bei der Passform sind natürlich Größe und Länge. Ob ein Schuh zu klein ist, merkt der Käufer vorne an den Zehen, ob der Schuh zu groß ist hinten an der Ferse. Generell gilt auch hier die alte Devise, dass die Zehen einen Daumen breit Abstand nach vorne haben sollten. Zusätzlich sollte darauf geachtet werden, ob die Schuhe mit den Begriffen Comfortfit oder Bunion ausgezeichnet sind. Sie seien dann bequemer, so der Experte.
  2. Stabilität: Bei diesem Thema muss sich der Wanderfreund die Frage stellen, wo er gehen möchte. Durch einen Wald oder im Park auf halbwegs befestigten Straßen, auch mal querfeldein oder im Gebirge? Wichtig bei der Stabilität ist nämlich der Knöchelschutz, so kann ein steiferer Schuh das seitliche Umknicken verhindern. Wem dies schon einmal passiert ist, weiß wie schmerzhaft diese Verletzung sein kann.
  3. Sohle: Auch bei diesem Aspekt sollte ganz genau auf die eigenen Ambitionen geachtet werden. Manche Sohlen eignen sich nun wirklich nicht für einen Trial und bieten keinen sicheren Stand, wenn es mal etwas glitschiger unter den Füssen wird. Ebenso ist die Steifigkeit ein wichtiges Thema. Rollt der Fuss unproblematisch ab, läßt sich die Sohle gut knicken? Als Faustregel gilt, je wilder oder extremer die Touren, desto steifer die Sohle. Das geht sogar bis hin zu Bergstiefel, bei dem die Sohle gar nicht mehr zu knicken ist.
  4. Feuchtigkeit: Wasserdicht oder gebrauchsdicht, sprich wasserabweisend? Wasserdicht bedeutet bei den Wanderschuhen oder Stiefeln wirklich, dass keine Feuchtigkeit in den Schuh eindringen kann. Eine Membran schützt den Fuss komplett selbst dann, wenn der Schuh im Wasser steht. Dass der Abtransport der natürlichen Feuchtigkeit von innen nach außen schwieriger wird, liegt auf der Hand. Der Outdoor-Experte empfiehlt deshalb eher einen wasserabweisenden Schuh und zwar - ganz altmodisch - nicht aus Synthetik. „Ich bin ein Freund von Lederschuhen, gut imprägniert halten diese schon einen ganze Menge Feuchtigkeit ab“, so Beppler.
  5. Socken: Wo sich die Haut mit dem Schuh vermählt entsteht Reibung, die ein guter Socken abmildert. Hier empfiehlt der Experte ein Produkt aus hochwertiger Wolle, die aber ihren Preis hat, der bei rund 29 Euro startet. Als besonderen Tipp regt Beppler an, darunter noch eine Unterziehsocke aus Seide, Polyester oder Meranowolle zu tragen. „Hauptsache dünn und enganliegend!“ Der Grund: Dieses Stück Stoff hält die Füsse trocken und sorgt damit für ein angenehmes Klima im Schuh.

Einen cleveren Tipp zum Preis des neuen Schuhwerks konnte Ralf Stefan Beppler nicht geben. Eher eine Orientierung. Ein Leichtwanderschuh würde ab 150 Euro aufwärts kosten, bei einem Wanderschuh oder –Stiefel läge die untere Grenze bei 200 Euro und beim Bergstiefel begännen die Preise bei 250 Euro.

(Manfred Fammler)


 


 

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