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RWE-Projekt

"Supraleiterkabel" liefert in Essen fünfmal mehr Strom

RWE hat das weltweit längste Supraleiterkabel offiziell in das Essener Stromnetz integriert und damit erstmalig in den realen Betrieb genommen.

Rund ein Jahr nach dem Spatenstich zur Legung des einen Kilometer langen Kabels, das zwei Umspannanlagen im Essener Zentrum verbindet, startete nun der Praxistest zur künftigen Energieversorgung von Innenstädten. Die platzsparende Technologie transportiert im Vergleich zu herkömmlichen Kabeln eine fünfmal so hohe Strommenge, nahezu verlustfrei. "Das ist ein guter Tag für RWE, für die Stadt Essen, für Nordrhein-Westfalen und für die Energiewende in Deutschland. Das Projekt hat für uns als Energieland Nr. 1 eine hohe Bedeutung", so Ministerpräsidentin Hannelore Kraft.

Großes internationales Interesse

Die Hochtemperatur-Supraleitung und damit der Stromtransport bei minus 200 statt bei minus 270 Grad Celsius geht zurück auf die Forschung von Dr. Johannes Georg Bednorz, der dafür im Jahr 1987 den Physiknobelpreis erhielt. In Essen ersetzt das 10.000-Volt Supraleiterkabel eine herkömmliche 110.000-Volt-Leitung. Ziel ist es, die Zahl der Umspannanlagen zu reduzieren und an den Rand von Städten zu verschieben. Auf diese Weise würden wertvolle Flächen in innerstädtischen Bereichen frei. Bereits vor der Inbetriebnahme stieß das Projekt auf großes Interesse im In- und Ausland. So ließen sich Delegationen aus Frankreich, Ghana, den USA sowie zahlreiche Vertreter aus Wissenschaft und Forschung die Technologie vor Ort erklären.

(Redaktion)


 


 

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