Sie sind hier: Startseite Ruhr Aktuell Metropole Ruhr
Weitere Artikel
Antrag abgelehnt

Revier-Kultur wird kein UNESCO-Welterbe - vorerst

Die Fachjury der Kultusministerkonferenz hat die „industrielle Kulturlandschaft Ruhrgebiet“ für die deutsche Anmeldeliste für UNESCO-Welterbeprojekte abgelehnt. Das Land NRW als Antragsteller will das Projekt weiter unterstützen und wird sich mit dem Vorschlag an der Aufstellung der Tentativliste 2017 bis 2019 beteiligen.

Die "industrielle Kulturlandschaft Ruhrgebiet" hat den Sprung auf die Liste kommender Weltkulturerbe-Stätten verpasst. Eine von der Kultusministerkonferenz (KMK) eingesetzte Fachjury hat die NRW-Nominierung für die deutsche Anmeldeliste für UNESCO-Welterbeprojekte abgelehnt. Die KMK ist diesem Votum gefolgt. Das Land NRW als Antragsteller ist entschlossen, das Projekt weiter zu unterstützen, und wird sich mit dem präzisierten Vorschlag an der Aufstellung der Tentativliste 2017 bis 2019 beteiligen.

Trotz der Ablehnung hat die Fachjury in ihrem Votum das bedeutende Potenzial der Industriekultur in der Metropole Ruhr anerkannt. Daher empfiehlt sie, die Bewerung mit Blick auf eine Konzentration der besonderen prägenden Stätten und Objekte aktiv weiter zu entwickeln.

Zeche Zollern bis Bergbaumuseum Bochum

Koordiniert wird die Welterbe-Bewerbung von der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur in Dortmund. Weitere Unterstützer sind die Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe, Regionalverband Ruhr (RVR), Emschergenossenschaft und RAG. Die Partner zeigten sich zunächst enttäuscht von der Ablehnung, werten es aber als positiv, dass die Kultusministerkonferenz ein Signal für die weitere Entwicklung und Präzisierung des Vorschlags gegeben hat.

Das Land hatte im August 2012 der Kultusministerkonferenz vorgeschlagen, das bestehende UNESCO-Welterbe Zeche und Kokerei Zollverein um die „industrielle Kulturlandschaft Ruhrgebiet“ zu erweitern und den Vorschlag auf die Tentativliste zu setzen. Zu den ausgewählten Standorten gehören der Landschaftspark Duisburg-Nord, der Gasometer in Oberhausen, Zeche Zollern und Kokerei Hansa in Dortmund, der Schleusenpark in Waltrop oder das Deutsche Bergbaumuseum in Bochum.

(Quelle: idruhr)

(Redaktion)


 


 

Industrielle Kulturlandschaft
Ruhrgebiet
Kultusministerkonferenz
Vorschlag
UNESCO
Welterbe
Fachjury

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Industrielle Kulturlandschaft" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: