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Ungenügend informierte Mitarbeiter

Chefs kommunizieren Ziele unzureichend

Jeder zweite Top-Manager in Deutschland definiert Verantwortungsbereiche und wichtige geschäftliche Vorgänge gegenüber seinen Mitarbeitern und Kollegen nicht ausreichend. Zudem lassen 44 Prozent ihre Beschäftigten über ihre Erwartungen, Ziele und individuelle Anforderungen oft im Unklaren.

Führungskräfte sagen nicht, was sie meinen und stärken ihren Mitarbeitern nach gemachten Fehlern nicht den Rücken sagen 37 bezie- hungsweise 35 Prozent der Befragten einer Studie Studie der Personalberatung LAB & Company in Zusammenarbeit mit der Hochschule Coburg, bei der insgesamt 322 deutsche Manager nach den Führungs- qualitäten ihrer Kollegen und dem der eigenen Vorgesetzten befragt wurden. Für Gereon Jörn, Experte für Mitarbeiterführung, sind diese Zahlen bedenklich. "Dass Chefs ihre Mitarbeiter über die Unternehmensziele unzureichend informieren, kommt in der Arbeitswelt immer wieder vor und ist in Hinblick auf die Motivation der Beschäftigten von enormer Tragweite. Das Ziel eines jeden Unternehmens muss sein, die Mitarbeiter von Betroffenen zu Beteiligten zu machen", erklärt Jörn im Interview.

Demotivation ist die Folge

Schlechte Führung hat automatisch Auswirkungen auf die Arbeitnehmer. Als häufigste Folge nannten 87 Prozent der Befragten eine eintretende Demotivation. Knapp 60 Prozent gaben an, dass durch Führungsfehler Arbeitsziele nicht erreicht werden. Einen direkten Zusammenhang mit auftretender Personalfluktuation sehen 42 Prozent. "Gute Mitarbeiterführung trägt maßgeblich zum Unternehmenserfolg bei. Umso fahrlässiger ist, wie groß hier die Defizite deutscher Manager sind", sagt Eberhard Nöfer, Professor für Soziale Arbeit und Gesundheit an der Hochschule Coburg.

Ziele gemeinsam formulieren

Ein Mitarbeiter muss das Gefühl vermittelt bekommen, einen Teil zum Erfolg beizutragen. Wenn er aber das Ziel nicht kennt, ist das schwierig. Jörn betont, dass die Motivation und der Einsatz von Mitarbeitern steigen wenn Ziele nicht von oben herab vorgegeben werden, sondern innerhalb der einzelnen Abteilungen gemeinsam im Team erarbeitet werden. "Wenn ein Arbeitnehmer das Unternehmensziel mitunter auch als persönliches Ziel wahrnimmt, steigt die Bereitschaft, für die Firma gute Arbeit zu leisten."

Falsche Selbsteinschätzung

Die Umfrageergebnisse haben alarmierenden Charakter. Klaus Aden, Geschäftsführender Gesellschafter von LAB & Company, fordert, dass die Verantwortlichen deutlich mehr tun müssen. "Viele halten sich zwar für motivierende und leistungsfördernde Vorgesetzte. Doch Anspruch und Wirklichkeit liegen beim Thema Führung nach wie vor weit auseinander. Falsche Selbsteinschätzung birgt große Risiken", so Aden.

(pressetext.com)


 


 

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