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Jetzt nur nicht patzen - Vorstellungsgespräche meistern

Sie haben eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch erhalten? Herzlichen Glückwunsch, denn im Schnitt wird nur fünf Prozent der Bewerber dieser Erfolg zuteil. Nachdem offensichtlich Ihre Qualifikationen in der schriftlichen Bewerbung überzeugt haben, gilt es, sich noch mal richtig ins Zeug zu legen.

BUCHEMPFEHLUNG:

„Am Ende wird nicht genommen, wer am Besten passt, sondern wer sich am Besten verkauft hat“, wissen Julia Kleine und Ulrike Heitze, Autorinnen des Beck-kompakt Ratgebers „Das Vorstellungsgespräch“ (Verlag C.H.Beck).

Gute Vorbereitung ist das A und O

Um den neuen Arbeitgeber zu überzeugen, muss die Vorbereitung stimmen. Wie ist die Unternehmensgeschichte? Wie die wirtschaftliche Entwicklung und die aktuelle Berichterstattung? Auf Finanzwebseiten und in News-Portalen lassen sich meist aufschlussreiche Angaben finden. „Sie sollten aber nicht nur das Unternehmen gut kennen, sondern vor allem auch sich selbst“, rät Julia Kleine. „Wo liegen Ihre Stärken und Schwächen? Was erwarten Sie vom Job?“ Eine realistische Selbsteinschätzung ist gefragt. Karrieretrainerin Ulrike Heitze ergänzt: „Oft hilft es, schon im Vorfeld seine Fähigkeiten auf einem Zettel zu notieren und mit der Stellenausschreibung zu vergleichen.“

Der erste Eindruck ist immer noch der Wichtigste

Am Vorstellungstag selbst sind ordentliche Kleidung und Pünktlichkeit gefragt. An der Runde nehmen oft mehrere Gesprächspartner teil. „Gehen Sie auf jeden ein“, empfehlen die Autorinnen. Während den Fachabteilungsleiter hauptsächlich das Fachwissen interessiert, checken Personaler eher Persönlichkeit und Softskills. Der Unternehmenschef hingegen will engagierte, aufstrebende Mitarbeiter sehen. „Schildern Sie ihm Erfolge.“ Jetzt gilt es, seine beste Seite zu zeigen, und was besonders wichtig ist, aus Schwächen Stärken zu machen. Ulrike Heitze: „Kurz gesagt, die Selbstpräsentation ist Ihr kleines Kabinettstück. Sie überlassen nichts dem Zufall und ziehen so oft wie möglich Verbindungen zwischen Ihren Kenntnissen und Erfahrungen und den Anforderungen an die offene Stelle.“

Wenn Sie dem Arbeitgeber „gefallen“, kommt es bald auch zum Thema Gehalt. Hier gilt es genau zu taktieren, damit der potentielle Chef nicht gleich verschreckt wird. Allerdings sollte man sich natürlich auch nicht unter Wert verkaufen. Julia Kleine ist überzeugt: „Um dauerhaft auf einer Stelle glücklich zu werden, braucht es mehr als ein gutes Gehalt. Unterm Strich muss das Gesamtpaket stimmen. Ein üppiges Fortbildungsangebot und gute Karriereperspektiven bringen Sie mittelfristig weiter als 5.000 Euro mehr Gehalt pro Jahr“.

Auch wenn´s nicht klappt - die Vorrunde wurde geschafft!

Sollte es trotz optimaler Vorbereitung und einem guten Vorstellungsgespräch zu einer Absage kommen, dann sollte man das auf keinen Fall persönlich nehmen. Das ist oft leichter gesagt als getan. Ulrike Heitze: „Machen Sie sich klar: Auf eine Stelle bewerben sich je nach Fachgebiet und Branche oft Hunderte von Interessenten.“ Ein, zwei Dutzend werden zum Gespräch eingeladen und nur einer kann das Rennen machen. „Ziehen Sie an diesem Punkt aus dem zurückliegenden Bewerbungsprozess so viele Erkenntnisse, wie Sie können“, raten die Expertinnen. „Sie können auch im Unternehmen nachfragen, warum abgesagt wurde. Vielleicht ergeben sich aus so einem Gespräch bereits Anknüpfungspunkte für die Zukunft…“

Julia Kleine/Ulrike Heitze, Das Vorstellungsgespräch, Reihe Beck kompakt, Verlag C.H.Beck, 2010, 128 Seiten, € 6,80, ISBN: 978-3-406-60261-0, www.beck-shop.de/30798

(Redaktion)


 


 

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