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Tourismus

Urlauber für Ägypten und Tunesien bleiben aus

Die politischen Unruhen in Nordafrika haben weitreichende Folgen für den Tourismus. Laut GfK Retail and Technology hat ein Großteil der deutschen Urlauber seine bereits geplanten Reisen nach Ägypten und Tunesien storniert und auch die Nachfrage für die Sommermonate bricht in den ersten Wochen des Jahres spürbar ein.

Die zeitweiligen Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes und die noch bis Ende Februar andauernden Reisestopps der Veranstalter mit dem Angebot, Reisen mit Abflügen bis Mitte April kostenlos umbuchen zu können, haben dazu geführt, dass viele deutsche Urlauber in den ersten Wochen des Jahres ihre Reisen nach Ägypten und Tunesien storniert haben. Für Tunesien werden nach der Anfang Januar einsetzenden großen Stornowelle kaum noch Neubuchungen verzeichnet. Für Ägypten überwiegen derzeit die Reisestornos deutlich. Die über Reisebüros generierten Umsätze für Ägypten fielen von 28 Millionen Euro in der zweiten Januarwoche auf ein Minus von 11 Millionen Euro zum Ende der fünften Kalenderwoche Anfang Februar.

Die Zurückhaltung der deutschen Konsumenten, Urlaube nach Ägypten oder Tunesien zu buchen, ist dabei nicht auf den aktuellen Zeitraum begrenzt, sondern erstreckt sich bis weit in die Sommersaison hinein. Für Tunesien sind die Buchungen für die kommenden Reisemonate insgesamt um 85 Prozent eingebrochen. Bis zur ersten Januarwoche verzeichneten die Buchungsumsätze für das Urlaubsland noch ein Plus von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Reiseland Ägypten hat in demselben Buchungszeitraum die Hälfte seiner Reiseumsätze eingebüßt, in absoluten Umsatzzahlen sogar mehr noch als Tunesien. Nach Spanien und der Türkei ist Ägypten das drittwichtigste Pauschalreiseziel der Deutschen. Fast ein Drittel des Jahresumsatzes für Ägyptenurlaube wird üblicherweise im Januar gebucht. Wie sich die Reisebuchungen hinsichtlich der aktuellen politischen Entspannung der Lage in Ägypten entwickeln werden, bleibt abzuwarten.

Alternative Ziele: Türkei und Spanien

Die deutschen Urlauber nutzen bisher die kostenlosen Umbuchungsangebote der Reiseveranstalter und weichen auf andere Länder aus. Vor allem die Türkei und Spanien, zwei beliebte Urlaubsziele der Deutschen, profitieren davon in den ersten Wochen des Jahres mit Zuwächsen zwischen 35 und 45 Prozent. Weitere alternative Ferienziele sind Italien, Zypern sowie insbesondere Bulgarien und Kroatien. Die Buchungsumsätze für diese Destinationen steigen im Zeitraum zwischen der zweiten und fünften Kalenderwoche 2011 ebenfalls überdurchschnittlich. Insgesamt ist die touristische Nachfrage in Deutschland derzeit außerordentlich gut. Die über Reisebüros gebuchten Umsätze legen in den ersten Wochen des Jahres 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 24 Prozent zu.

(gfk)


 


 

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