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Stiftungen

Vermögen langfristig erhalten

Vor allem Unternehmer wählen immer häufiger den Weg einer Stiftung, um ihre Nachfolge zu regeln oder Kapital zu sichern. Welche Wege ihnen offen stehen, was sie dabei beachten müssen.

Die Nachricht klingt positiv: Erben von Familienunternehmen müssen fortan keine Erbschaftssteuer mehr bezahlen. Doch die Sache hat gleich mehrere Haken: Die Firmen sollen zehn Jahre lang Arbeitsplätze erhalten, insbesondere darf sich die Lohnsumme unterm Strich nicht verändern. So sieht es die Erbschaftssteuerreform vor, die nun seit dem 1.Januar 2009 in Kraft getreten ist. Für viele Unternehmer, vor allem für jene, die ihren Betrieb übergeben wollen, eine nicht hinnehmbare Gängelung. Sie schauen nach Alternativen. Und werden immer häufiger fündig bei Stiftungen.

Diese Art der Vermögensübertragung bietet vor allem für Unternehmer viele Möglichkeiten. Sie können elegant die Nachfolge regeln, die Familie bzw. das Vermögen absichern und/oder gemeinnützige Zwecke erfüllen. Dabei haben sie die Wahl, eine gesetzlich geregelte selbständige Stiftung aufzubauen oder aber eine unselbständige, so genannte Treuhandstiftung, die größere Flexibilität zulässt. Beide Arten können gemeinnützig sein oder auch privaten Zwecken dienen. Neben der Gründung ist das Übergeben der Firma in eine Stiftung einer der wichtigsten unternehmerischen Akte. Unternehmer tun gut daran, sich hier professionellen Rat zu holen. Die rechtlichen und steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten sind immens.

Immer mehr Stiftungen

In der Tat erlebt das Gründen von Stiftungen derzeit einen wahren Boom in Deutschland. Nicht zuletzt dank deutlich günstigerer Steuer - und Gründungsregelungen hat sich die Stiftungstätigkeit fast verzehnfacht. Wurden 1990 noch 181 Stiftungen pro Jahr neu errichtet, waren es im Jahr 2007 schon 1134 Stiftungen. Die meisten Stiftungen werden dabei in Ostwestfalen, Berlin und Hamburg sowie im Rheinland und München errichtet.

Die Motive der Stiftungsgründer sind sehr vielfältig. Die Mehrheit regelt auf diese Weise den Erbfall. Sei es, weil keine Erben vorhanden sind oder die Erben das Vermögen nicht betreuen sollen oder wollen. Eine Stiftung dient aber auch als Auffangbecken für einen Worst Case. Etwa wenn die Eltern ihre Kinder absichern wollen, wenn ihnen gemeinsam etwas zustößt. Andere Stiftungen wollen ihr erarbeitetes Vermögen schlicht langfristig sichern und fremdem Zugriff entziehen. Bisweilen soll aus der Rendite des Kapitals auch der Unterhalt der Familie dauerhaft bestritten werden. In diesen so genannten Familienstiftungen wird Familienvermögen vor der Zersplitterung bewahrt. Zudem ist Verrentbarkeit und Er-satzerbschaftssteuer langfristig planbar. Vor allem Unterneh-mer bringen in eine Stiftung oft ihre Firma ein, um das unternehmerische Vermögen dauerhaft zu erhalten – sich möglicherweise auch ein „Denkmal“ setzen. Sehr häufig verfolgen die Stifter aber auch gemeinnützige Zwecke wie kulturelle, karitative oder kirchliche Förderung.


 

 

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