27.08.2009  22:43 Uhr

Josef Wiechers GmbH
Vier Generationen – eine Marschrichtung

Duisburg. Hier gibt es nichts, was klein ist. Die Plattform von SBB Cargo in Duisburg ist ein Umschlagplatz der Superlative. Dass dabei ohne Modernisierung nichts läuft, ist für Hans-Werner Wiechers, Geschäftsführer der Josef Wiechers GmbH, klar. Das Familienunternehmen betreibt die Plattform der Schweizer Güterbahn und blickt sowohl auf eine lange Tradition als auch auf große Veränderungen zurück. Schließlich war der Großvater und Gründer der Firma noch mit Pferd und Wagen unterwegs.


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„Kundenwünsche berücksichtigen, technisch auf dem neuesten Stand sein, stetig investieren”, nennt Hans-Werner Wiechers drei Parameter, ohne die ein Logistikunternehmen heute keine Zukunft hat. Parameter, die im Jahre 1904, als der Familienbetrieb gegründet wurde, „weitaus weniger Bedeutung hatten als heutzutage”. Mit der Fertigstellung einer neuen Stahllogistikanlage in Duisburg-Rheinhausen trägt die Josef Wiechers GmbH den modernen Anforderungen jedoch wieder einmal Rechnung. Dass solche Anpassungen zum Alltag gehören, ist für den Geschäftsführer eine Normalität, die zum Leben gehört. „Mir selbst geht es ja auch so”, schmunzelt der gelernte Speditionskaufmann, „früher habe ich gerne Tennis gespielt, heute gehe ich lieber wandern oder lese.”

Während seine privaten Bahnen und Hobbies aber eher ruhiger werden, vollzieht sich auf der Plattform genau der gegenteilige Trend: Hier wird immer mehr an Tempo zugelegt. So sieht er einem geplanten Fahrplanwechsel von SBB Cargo gelassen entgegen. Ziel der Maßnahme ist es, die Anzahl der Züge zu erhöhen. Für den Plattformbetreiber sind solche Optimierungen „normales Tagesgeschäft”. Schließlich steht die Zufriedenheit der Kunden an erster Stelle. Dazu gehört auch das gemeinsame Erarbeiten von Lösungsvorschlägen, Verbesserungsmaßnahmen und neuen Konzepten.

Zentral gesteuertes Produktmanagement

Die Kunden, so die Erfahrung von Wiechers, seien zunehmend bestrebt, das gesamte Leistungsspektrum einem Logistiker in die Hand zu geben, der zudem über das entsprechende Equipment und Know-how verfüge. Deshalb wurde in dem mittelständischen Familienunternehmen, das durch die jahrzehntelange Erfahrung und Zusammenarbeit mit der Eisen- und Stahlindustrie geprägt ist, auch ein zentral gesteuertes Produktmanagement aufgebaut. Die Vorteile dabei: kurze Leitungswege, eine durchgängige Laufverfolgung der Aufträge und, dadurch bedingt, garantierte, termingerechte Leistungen.

„Durch die neue Anlage erhöht sich nicht nur die Umschlagkapazität, sondern vor allem auch die Umschlaggeschwindigkeit”, freut sich Hans-Werner Wiechers. Da die einzelnen Hallenschiffe mit jeweils zwei Krananlagen bestückt sind, die zwei LKW-Fahrstraßen und die Doppel-Gleisanlage parallel bedienen, „können wir jetzt allein auf der Schiene damit bis zu 80 Waggons pro Tag be- oder entladen, ohne dabei die LKW-Abfertigung in irgendeiner Weise zu beeinträchtigen”, veranschaulicht Hans-Werner Wiechers das erreichte Potenzial.


 
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