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Essener Institut rät zur Impfung gegen Schweinegrippe

Notfallpläne sichern Unternehmen ab

Trotz der geplanten Massenimpfungen müssen sich vor allem die Bereiche Transport, Kultur und Gastgewerbe schweinegrippebedingt auf Einbußen gefasst machen. Die Gesundheits- und Pharmaindustrie hingegen profitiert und kann den Berechnungen nach mit einer zusätzlichen Nachfrage im Gegenwert von 3,06 bis 9,2 Mrd. Euro rechnen. Dabei könnten viele Betriebe und Großunternehmen selbst ein stückweit vorsorgen und somit dem Risiko des Ausfalls der Produktion mit vorgefertigten Notfallplänen entgegenwirken.

So können Firmen beispielsweise mit dem standardisierten Influenzapandemie-Notfallplan von Hygenia-Net schnell und sicher die interne Notfallplanung für ihren Betrieb organisieren. Alle Anweisungen, Vorsorgemaßnahmen, Verhaltensregeln, Formulare, Checklisten, Plakate und Hygienepläne sind darin bereits vorhanden. Auch Fragen wie " Welche Schutzkleidung/Hilfsmittel (z.B. Schutzkleidung, Atemschutzmasken etc.) in welcher Menge müssen vorrätig sein?", "Wer bildet den Krisenstab, welches Personal ist zwingend notwendig, wer ist für Vertretungsaufgaben vorgesehen, wie müssen sich Mitarbeiter verhalten oder werden erforderliche Meetings- und/oder Reisen organisiert, welche wichtigen Betriebsteile müssen aufrechterhalten oder wie muß die Kantine organisiert werden?" werden beantwortet. Spezielle Anweisungen, Vorsorge-,Verhaltens und Hygienemaßnahmen verhindern die Gefahr der Infektionsausbreitung im Betrieb und ein vorbereitetes Notfall-, Bevorratungs- und Ressourcenmanagement gewährleistet weitgehendst den normalen Betriebsablauf.

Krankenhäuser dem Ernstfall nicht gewappnet

Mit einer guten Notfallplanung - so Olivia Ziriakus - lassen sich die Auswirkungen abfedern und Reaktionszeiten verkürzen. Mit einem solchen Instrumentarium könne der Geschäftsbetrieb, die Produktion oder der Heimbetrieb auch im Krisenfall aufrechterhalten werden. Der Schutz der Mitarbeiter werde gewährleistet, das Unternehmen bleibe funktionstüchtig und der normale Betriebsablauf werde so gut wie möglich gewährleistet.

"Während in Großbritannien und den USA das Risikobewusstsein geschärft ist und die Leute bei den Impfungen anstehen, besteht in Deutschland vor allem ein Kommunikationsproblem", verdeutlicht die Expertin aus Bad Wiessee auf Nachfrage von pressetext. Allein der Verlauf der Grippe in über 190 Ländern in nur sechs Monaten zeige die Brisanz und den damit verbundenen Handlungsbedarf. Die Kehrseite der Medaille zum Impfen heißt jedoch auch, dass das Gesundheitssystem allein an Behandlungskosten in Krankenhäusern mit 500 Mio. Euro belastet wird. Im Fall der Fälle drohen bis zu 5,1 Mrd. Euro Schaden. Für die Kliniken stünden dagegen Mehrerlöse von 4,05 Mrd. Euro zu Buche.

Doch längst nicht alle Krankenhäuser sind auf den Ernstfall gut vorbereitet. RWI und Allianz gehen davon aus, dass bei einer Erkrankungsrate von 15 Prozent mit etwa 45.000 fehlenden Intensivbetten und Behandlungsplätzen zu rechnen ist. Bei einem schweren Verlauf mit einer Erkrankungsrate von 50 Prozent würde diese Zahl auf 180.000 ansteigen. "Nur mit guten Vorsorgemaßnahmen erfüllt man die Auflagen und Verantwortlichkeiten gegenüber Mitarbeitern, Kunden, Besuchern und Gästen, und minimiert die personellen und wirtschaftlichen Auswirkungen auf den gesamten Betrieb", sagt Olivia Ziriakus abschließend. 


 

 

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